Auf Expansionskurs
Osram drängt in neue Geschäftsfelder

Die Siemens-Tochter Osram wagt den IPO. Nun hat Vorstandschef Dehen gesagt, was er mit dem Erlös aus dem Börsengang machen will..
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MünchenDer neue Chef des Leuchtmittelherstellers Osram will sein Unternehmen nach dem Börsengang um neue Geschäftsfelder erweitern. Mit dem Kauf des Straßenlampenherstellers Siteco sei ein erster Schritt in diese Richtung getan worden, sagte Wolfgang Dehen im Interview mit der „Börsen-Zeitung“. „Da ist weitere Fantasie drin.“ Die Siemens-Tochter wolle als eigenständiges Unternehmen zudem verstärkt Architekten und Lichtdesigner an sich binden, um womöglich auch Ladenketten oder Messehallen mit kompletten Beleuchtungssystemen auszurüsten.

„Denken Sie alleine daran, dass man solche Systeme auch warten muss. Bisher steht der Service für rund fünf Prozent unseres Umsatzes. In Zukunft wollen wir dies ausbauen.“ Große Richtungswechsel stünden allerdings nicht an, sagte Dehen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „An der grundsätzlichen Ausrichtung unserer Strategie ändert sich durch den Börsengang nichts.“ Wie auch in anderen Teilen der Elektroindustrie sei der Ferne Osten bedeutsam. „Wenn ein Drittel des Geschäfts in Asien ist, dann muss man halt vor
Ort sein - und zwar mit seiner kompletten Wertschöpfungskette, wie ich meine“, sagte er der Börsen-Zeitung. In China stehe schon heute das größte Osram-Werk, in Malaysia die größte Fabrik für Leuchtdioden (LED).

In dem Geschäft mit den stromsparenden LEDs liegt nach Ansicht von Branchenexperten die Zukunft für die Lichttechnik. Der Wettbewerb in dem Segment ist allerdings groß, der Industrie steht ein massiver Preisverfall bevor. „Unserer Meinung nach kommt der wesentliche Schritt Richtung LED innerhalb der nächsten fünf Jahre“, prognostiziert Dehen. Analysten warnen allerdings davor, dass Osram im Ringen mit der Billigkonkurrenz aus Asien im weltweit Wettbewerb unter die Räder kommen könnte.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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