Aufbruchjahr bei VW
Winterkorn bläst zum Angriff

„Höhere Umlaufbahn“ bei Volkswagen: Der neue Chef Martin Winterkorn geht seine Arbeit sehr ambitioniert an und möchte den Konzern inhaltlich und technologisch in neue Sphären führen. Die angekündigte VW-Offensive sorgte an der Börse bereits für Hochstimmung.

Der neue VW-Chef Martin Winterkorn geht mit Europas größtem Autohersteller in die Offensive. „Wir wollen den Konzern inhaltlich und technologisch in eine neue, höhere Umlaufbahn bringen“, sagte Winterkorn bei der Bilanzvorlage in Wolfsburg.

Das neue Management will VW als „Unternehmen, mit einem Markenportfolio der Superlative und der Fähigkeit, alle Kundenwünsche unter einem Dach befriedigen zu können, positionieren“. Winterkorn plant dafür eine Ausweitung der vorgesehenen Modelloffensive.

Bisher hatte VW bis 2010 rund 22 neue Modelle und Varianten angekündigt. Nach Einschätzung der Analysten von Goldman Sachs wird der Konzern die Schlagzahl nunmehr auf 31 (neue Modelle) erhöhen. Stärker als sein Vorgänger Bernd Pischetsrieder setzt Winterkorn damit auf eine Volumenstrategie für den Autobauer, um die Kapazitäten besser auszulasten. Die Börse reagierte positiv. Die Aktie schloss am Freitag auf dem Allzeithoch von 103 Euro.

Ein erstes Resultat des neuen Kurses ist, dass VW einen neuen Kleinstwagen für Schwellenländer, aber auch für Ballungszentren in Europa als Konkurrenz für den Renault Logan zusätzlich ins Programm genommen hat. Der Wagen, der unterhalb des Einstiegsmodells Fox angesiedelt ist, soll weniger als 8 000 Euro kosten und werde wohl bereits 2009 auf den Markt kommen, sagte Winterkorn. Ein noch preisgünstigeres Auto für die Wachstumsmärkte Indien und Russland soll bei der Konzerntochter Skoda entstehen. Rivale Renault will bis 2009 den Absatz um 800 000 auf 3,3 Millionen Fahrzeuge steigern, die Hälfte davon soll allein das in Schwellenländern erfolgreiche Billigmodell Logan ausmachen.

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