Aufgrund der Schwäche im Halbleiterbereich
Philips-Gewinn bricht stärker als erwartet ein

dpa-afx EINDHOVEN. Nach einer Reihe von enttäuschenden Zahlen im Technologiesektor hat auch der der niederländische Elektronikkonzern Philips mit einem deutlicher als erwarteten Gewinnrückgang negativ überrascht. Wie das Unternehmen am Montag in Eindhoven mitteilte, ist im Halbleiterbereich nicht vor der zweiten Jahreshälfte mit einer Besserung zu rechnen. Die im Eurostoxx 50 notierte Aktie gab in der ersten Handelsstunde rund vier Prozent auf 19,21 Euro nach und sank damit auf den niedrigsten Stand seit Ende Januar.

Der Überschuss sei wegen der Schwäche im Halbleiterbereich sowie Verlusten beim Flachbildschirm-Joint-Venture LG.Philips von 550 Mill. Euro auf 117 Mill. Euro gesunken. Außerdem sei der Gewinn aus Beteiligungen wie an Tsmc und Atos Origin deutlich gefallen. Experten hatten mit einem Gewinnrückgang auf 151 Mill. Euro gerechnet. Der operative Gewinn sank auf 193 (Vorjahr: 218) Mill. Euro. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um zwei Prozent auf 6,635 Mrd. Euro.

Im Halbleiterbereich ging der Umsatz um zwei Prozent auf 1,01 Mrd. Euro zurück. Der Konzern rechnet im Chipbereich nicht mit einer Besserung vor der zweiten Jahreshälfte. Auf Dollarbasis soll der Umsatz im Halbleitersegment jedoch im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Im ersten Quartal sank der operative Gewinn von 69 Mill. Euro im Vorjahr auf 14 Mill. Euro.

Umsatzstärkste Sparte blieb der Bereich Consumerelektronik, dessen Erlös auf vergleichbarer Basis um sieben Prozent auf 2,15 Mrd. Euro zulegte. Das Segment sei auf einem guten Weg, das Ziel einer operativen Marge von vier bis 4,5 Prozent bis zum Jahresende zu erreichen. In den ersten drei Monaten sei der operative Gewinn im Jahresvergleich um 22 Prozent gesunken.

Konzernchef: 'Solides Quartal'

In den Segmenten Lighting, DAP und Medical Systems rechnet Philips mit einer Fortsetzung der stabilen Entwicklung. Der Bereich Lighting blieb den Angaben zufolge trotz eines leichten Rückgangs des operativen Gewinns die wichtigste Ertragsstütze des Konzerns. Konzernchef Gerard Kleisterlee sprach von einem soliden Quartal mit einer beständigen Entwicklung und Profitabilität in den Hauptgeschäftsbereichen.

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