Aufgrund einer Übernahmegefahr
Siemens spricht mit Staatsfonds

Der Technologiekonzern Siemens ist offen für Beteiligungen von langfristig orientierten ausländischen Staatsfonds.

HB FRANKFURT. Siemens würde "eine aktive Beteiligung eines dieser Fonds sehr begrüßen", sagte Finanzvorstand Joe Kaeser der "Financial Times" (Donnerstagausgabe). Grund für die Suche nach Ankeraktionären ist dem Bericht zufolge die Kursschwäche. Aufsichtsratschef Gerhard Cromme halte die Übernahmegefahr erst bei einem Kurs von mindestens 115 Euro für gebannt. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 73,36 Euro. Seit dem Amtsantritt von Vorstandschef Peter Löscher im Juli 2007 hat das Papier 31 Prozent an Wert verloren.

Einziger größerer Aktionär des Münchener Technologiekonzerns ist die Gründerfamilie von Siemens mit gut sechs Prozent.

Siemens spüre anhaltendes Interesse der Staatsfonds, deren wirtschaftliches Engagement in Deutschland politisch umstritten ist, sagte Kaeser der Zeitung. Der Konzern sei in Gesprächen mit mehreren Investoren aus verschiedenen Regionen der Welt, nicht nur aus den Golfstaaten, sondern auch aus Ländern wie Russland. Der Finanzvorstand lobte vor allem die Einstellung von Fonds aus den Golfstaaten: "Diese Regionen haben sich als sehr effizient im Umgang mit ihrem Kapital gezeigt. Das ist etwas, wovon wir bei Siemens profitieren können."

Erst jüngst war der staatliche Investmentfonds Mubadala aus Abu Dhabi beim US-Rivalen General Electric (GE) eingestiegen und hatte eine weitreichende geschäftliche Kooperation vereinbart. "Das war ein bedeutsamer und kluger Schachzug", sagte Kaeser.

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