Aufhebungsverträge möglich
Smart-Mitarbeiter kommen im Konzern unter

Keiner der überzähligen Mitarbeiter bei Smart soll entlassen werden. Die geplante Halbierung der Belegschaft des Kleinstwagen-Herstellers soll abgefedert werden, indem Mitarbeitern neue Arbeitsplätze im Daimler-Chrysler-Konzern angeboten werden.

HB BÖBLINGEN. Darauf einigten sich der Betriebsrat und die Geschäftsführung der verlustreichen Daimler-Chrysler-Tochter am Mittwoch in Böblingen. „Wir werden alles dafür tun, dass kein Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit entlassen werden muss“, erklärte Smart-Chef Ulrich Walker. Nach dem Sanierungsprogramm für Smart soll die derzeit 1350 Mitarbeiter umfassende Belegschaft in Böblingen auf rund 760 Stellen schrumpfen. Dadurch soll die vor sechs Jahren gestartete Marke Smart 2007 erstmals schwarze Zahlen schreiben. Der Smart-Betriebsrat wertete die Einigung als „zufrieden stellendes Ergebnis“.

Der Personalabbau trifft vor allem die deutsche Belegschaft, den im französischen Hambach betroffenen rund 100 Beschäftigten wurden größtenteils neue Arbeitsplätze im badischen Rastatt angeboten. Auch den deutschen Beschäftigten sollen vorrangig Arbeitsplätze im Konzern vermittelt werden. Für mehr als 200 Beschäftigte sei bereits eine neue Stelle gefunden worden, teilte Smart mit.

Weitere 100 Stellen könnten durch die Nichtbesetzung freier Posten eingespart werden. Um die Vermittlung der verbleibenden 300 Mitarbeiter werde sich eine firmeninterne Arbeitsvermittlung kümmern und versuchen, neue Stellen innerhalb und außerhalb des Konzerns anzubieten. Auch freiwillige Aufhebungsverträge seien möglich. Der Personalabbau soll Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.

Die kostspielige Sanierung von Smart hatte dem Stuttgarter Automobilkonzern Daimler-Chrysler im ersten Quartal einen Gewinneinbruch um fast 60 Prozent beschert. Von den geschätzten Restrukturierungskosten von bis zu 1,2 Milliarden Euro - etwa für die Kündigung von Lieferverträgen - verbuchte der Autobauer zwei Drittel bereits im ersten Quartal.

Die Modellpalette der unter schwachem Absatz leidenden Kleinstwagenmarke soll auf zwei von derzeit drei Baureihen schrumpfen, eine vor allem für den US-Markt geplante geländegängige Variante wird es nicht geben.

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