Aufpolieren zum Verkauf
Opel-Werk Kaiserslautern soll zerschlagen werden

HB BERLIN. Dem Opel-Werk in Kaiserslautern droht die Zerschlagung. Es sei zwar das vorrangige Ziel des Unternehmens, das Werk mit nur einem externen Partner zu betreiben, sagte der Chef des defizitären Autoherstellers, Hans Demant, der «Automobilwoche». Es werde aber aber auch eine Aufteilung in eine Kunststoff-, eine Presswerk- und eine Achsen-GmbH geprüft, statt das Werk in eine einzige Komponenten-GmbH auszugliedern.

Opel habe bereits vor einigen Wochen 30 Zulieferer angeschrieben und zu Verhandlungen eingeladen, berichtete das Blatt am Sonnabend unter Berufung auf Unternehmenskreise. Große Zulieferer aus China, Südkorea und den USA hätten bereits Interesse signalisiert und das Werk besichtigt, in dem Press- und Kunststoffteile, Karosserie-, Blech- und Aluminiumkomponenten sowie Achsen produziert werden.

Der Standort soll wie auch ein Teil des Bochumer Werkes bis zum kommenden Jahr ausgegliedert werden. Um das Werk für Investoren attraktiver zu machen, soll es zuvor aber noch modernisiert werden, heißt es in dem Bericht weiter. «Bis 2008 wird Opel rund 100 Millionen Euro investieren», sagte der Betriebsratschef des Werks, Alfred Klingel, dem Blatt. Durch verschiedene Aufträge seien «bis 2008 mindestens 1100 der 2500 Arbeitsplätze» gesichert. Zudem soll der Mutterkonzern General Motors Hauptauftraggeber des Werks bleiben.

Opel hatte bereits 2002 versucht, das Werk zu verkaufen. Die Verhandlungen mit ThyssenKrupp |TKA Chart für thyssenkrupp ag 14,51 -0,07%| scheiterten damals, weil Opel-Mitarbeiter ein Fünftel mehr verdienten, als die Belegschaft des Stahlkonzerns. Derzeit werden die Arbeitszeiten stufenweise flexibilisiert, die Maschinenlaufzeiten erhöht und die übertariflichen Zahlungen abgesenkt.

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