Aufschwung
Südzucker erhöht die Prognose

Südzucker zeigt Optimismus: Europas größter Zuckerhersteller traut sich nach anziehenden Geschäften im Halbjahr nun auch im Gesamtjahr einen leichten Umsatzanstieg zu.
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HB FRANKFURT. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 (Ende Februar) habe der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund fünf Prozent auf etwa 3,1 Mrd. Euro zugelegt, teilte der Mannheimer Konzern am Montag mit. Das operative Konzernergebnis kletterte um 57 Prozent auf 282 Mio. Euro, was Südzucker auf die Entwicklung in den Segmenten Zucker und Crop-Energies zurückführte.

So steigerte die Bioethanoltochter Cropenergies im ersten Halbjahr ihren Umsatz um 16,5 Prozent auf 215 Mio. Euro und verbuchte im operativen Geschäft einen Gewinn von 17 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Verlust von einer Million Euro zu Buche gestanden. Der Hersteller von Bioethanol hob seine Umsatz- und Ergebnisprognose an und rechnet nunmehr bei einem Umsatz von mehr als 420 Mio. Euro 2010/11 mit einem operativen Gewinn von über 30 Mio. Euro. Auch das Südzucker-Management um Vorstandssprecher Wolfgang Heer zeigte sich für das Geschäftsjahr 2010/11 zuversichtlicher.

So solle der Konzernumsatz leicht auf rund 5,8 Mrd. Euro zulegen, nachdem bislang ein Umsatz auf Vorjahreshöhe von 5,7 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden war. Im operativen Geschäft solle weiterhin ein Gewinn von mehr als 450 (Vorjahr: 403) Mio. Euro erzielt werden. Der vollständige Bericht für das erste Halbjahr soll am 14. Oktober 2010 veröffentlicht werden.

Bei Anlegern kamen die Geschäftsergebnisse gut an. Die im Nebenwerteindex MDax enthaltene Südzucker-Aktie verteuerte sich um 3,2 Prozent auf 15,48 Euro, die ebenfalls an der Börse notierten Papiere der Tochter CropEnergies schossen sogar um elf Prozent auf 3,40 Euro nach oben.

In den vergangenen Jahren hatte Südzucker, das mit Nordzucker, British Sugar sowie Tereos aus Frankreich konkurriert, im Zuge der politisch erzwungenen Neuordnung des weiterhin stark reglementierten europäischen Zuckermarkts mit Geschäftseinbußen zu kämpfen. Seit langem stärkt der mehrheitlich von einer Rübenbauerngemeinschaft kontrollierte Konzern daher seine Geschäfte außerhalb des Stammgeschäfts Zucker und stellt etwa aus Getreide Bioethanol her, das in verstärktem Maß Treibstoffen zugemischt wird.

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