Aufschwung vom Ausland getragen
Deutsche Industrieproduktion soll auch 2005 steigen

Die Industrieproduktion wird nach einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im kommenden Jahr weiterhin kräftig um gut drei Prozent steigen. Das Institut sagte am Mittwoch in Berlin für 2005 ein Wachstum von gut drei Prozent voraus.

HB BERLIN. „Bei anhaltend hoher Nachfrage nach Industrieprodukten aus Deutschland werden im Jahr 2005 insbesondere Investitionsgüter produzierende Unternehmen und ihre Vorleister an Kapazitätsgrenzen stoßen und verstärkt investieren“, teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch mit. „Die davon ausgehenden Impulse für die Industrieproduktion dürften das abnehmende Wachstum der Nachfrage aus dem Ausland mehr als ausgleichen.“ Das um die unterschiedliche Zahl von Arbeitstagen bereinigte Wachstum der Industrieproduktion schätzt das DIW auf 3,7 % im kommenden Jahr.Risikofaktor für diese Prognose seien allerdings die hohen Rohstoffpreise und ein weiterer Verfall des Dollar.

In diesem Jahr sei die Produktion stärker gestiegen als ursprünglich erwartet, erklärten die Berliner Forscher. Für 2004 rechnet das DIW mit einem Plus von rund vier Prozent, was bereinigt einem Anstieg von 2,9 % entspreche. „Trotz des gegenüber dem US-Dollar hoch bewerteten Euro hat die Auslandsnachfrage kräftig zugelegt.“ Von der Binnennachfrage seien aber nach wie vor keine nennenswerten Impulse auf die industrielle Produktion ausgegangen.

Insgesamt habe die deutsche Industrie gezeigt, dass sie trotz des hohen Euro wettbewerbsfähig sei, hieß es. Der Euro hatte am Dienstag ein Rekordhoch bei rund 1,347 Dollar erreicht und notierte am Mittwochnachmittag bei etwa 1,323 Dollar. „Sollte aber die gegenwärtige Dollarschwäche anhalten oder gar noch zunehmen, wird die industrielle Produktion niedriger ausfallen als hier prognostiziert“, erklärte das DIW in seinem Wochenbericht. Zum einen würden bei einem stärkeren Euro die Exportmengen niedriger liegen. „Zum anderen würde aber auch wegen sinkender Erträge die Nachfrage deutscher Unternehmen nach Investitionsgütern gebremst“, hieß es.

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