Aufsichtsrat kommt zusammen
RAG lotet Möglichkeiten für weiteren Saar-Bergbau aus

Das Bergbauunternehmen RAG will seinen Aufsichtsräten am Freitag Möglichkeiten einer Fortsetzung der nach einem Erdbeben eingestellten Kohleförderung im Saarland präsentieren. Es geht um viele Arbeitsplätze.

HB DÜSSELDORF. "Wir prüfen verschiedene Optionen für einen weiteren Steinkohlebergbau an der Saar", sagte ein RAG -Sprecher am Donnerstag. Die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" berichtete, die RAG wolle in der Sitzung technische Abbau-Alternativen präsentieren, mit denen Bergbrüche und Beben verhindert werden könnten. Erschütterungen ließen sich im Bergbau nicht völlig vermeiden, sagte der RAG -Sprecher. Aber ein Ausmaß wie Ende Februar solle künftig verhindert werden. Gefahr für Leib und Leben dürfe es nicht geben.

Der RAG -Aufsichtsrat will am Freitagabend darüber beraten, ob der Bergbau in dem kleinen Bundesland noch eine Zukunft hat. Nach einem durch die Kohleförderung ausgelösten Erdbeben am 23. Februar war der Abbau an der Saar gestoppt worden. Rund 3 600 Mitarbeiter wurden zunächst freigestellt.

Der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU) hatte erklärt, dass der Abbaustopp wohl bestehen bleibe. Dagegen warnt die Gewerkschaft IG BCE vor einem voreiligen Ausstieg und plädiert für einen Weiterbetrieb. Ein sozialverträglicher Ausstieg sei vor 2014 nicht möglich, sagte IG-BCE -Chef Hubertus Schmoldt, der stellvertretender Aufsichtsratschef der RAG ist. Bei einem Ende des Kohlebergbaus an der Saar sind nach Gewerkschaftsangaben bis zu 10 000 Arbeitsplätze in Gefahr.

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