Aufsichtsratschef Lehner
Thyssen Krupp soll strenger überwacht werden

Das defizitäre Werk in Brasilien und veraltete Strukturen belasten die Bilanzen von Thyssen Krupp. Laut der „Wirtschaftswoche“ plant Aufsichtsratschef Lehner deswegen einige Neuerungen im operativen Geschäft.
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Essen/DüsseldorfDer Aufsichtsratschef des angeschlagenen Stahlkonzerns ThyssenKrupp, Ulrich Lehner, will laut einem Bericht das operative Geschäft des Vorstandes strenger überwachen. Die „Wirtschaftswoche“ berichtet unter Berufung auf einen Thyssen-Krupp-Manager, das Kontrollgremium solle neben den Standardausschüssen auch „ad-hoc gebildete, themenbezogen, temporäre Ausschüsse“ einrichten. Geplant sei die Bildung eines Sonderausschusses Stahl, der vor allem über die Zukunft der Hütte in Duisburg mit 20 000 Beschäftigten mit dem Vorstand diskutieren soll. Ferner sei ein Sonderausschuss Kartellrisiken und ein Innovationsausschuss vorgesehen – aber keiner zum beabsichtigten Verkauf der defizitären Übersee-Stahlwerke.

In Unternehmenskreisen hieß es, die Tätigkeit des Aufsichtsrats sei sehr komplex, und dafür müsse sich das Gremium eine entsprechende Struktur geben. Das schließe solche themenbezogenen Ausschüsse ein. Details wurden jedoch nicht bestätigt. Lehner hatte schon im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom, dem er zur Zeit ebenfalls noch vorsteht, neue Strukturen eingezogen. „Wenn die Aufgaben komplexer, vielfältiger und umfangreicher werden, dann muss der Aufsichtsrat eine passende Antwort darauf finden“, sagte er damals.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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