Aufsichtsratssitzung: „VW hat seine Lektion gelernt“

Aufsichtsratssitzung
„VW hat seine Lektion gelernt“

Der Aufsichtsrat hat am Freitag den Abschlussbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zum Korruptionsskandel erhalten.

HB WOLFSBURG. VW-Chef Bernd Pischetsrieder erklärte dazu: „Volkswagen hat seine Lektion gelernt. Mit unserem Ombudsmann-System und strikten Kontrollmechanismen sind wir gegenüber Missbrauch welcher Art auch immer künftig besser gerüstet.“ Wie das Unternehmen weiter mitteilte, wurden bei den Untersuchungen seit Vorlage des Zwischenberichts im November weitere Informationen über die Abwicklung einzelner Vorgänge gewonnen.

Im Verantwortungsbereich des Ex-Skoda-Vorstands Helmuth Schuster und des früheren Personalmanagers Joachim Gebauer, der für die Spesen des Betriebsrates zuständig war, sei das System der „Vertrauensspesen“ klar missbraucht worden. Dies betreffe die Abrechnung von Eigenbelegen mit einem Volumen von insgesamt 1,6 Mill. Euro.

Der Aufsichtsrat beschloss am Freitag, das Präsidium von vier auf sechs Mitglieder zu erweitern. In das Gremium gewählt wurden Porsche-Chef Wendelin Wiedeking und Bernd Wehlauer, stellvertretender Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG.

Der Aufsichtsrat bestätigte den Vorschlag des Vorstands, vom Bilanzgewinn 2005 je Stammaktie eine Dividende von 1,15 Euro und je Vorzugsaktie eine Dividende von 1,21 Euro zu zahlen.

Wie erwartet wurde keine Entscheidung über die zum Verkauf stehende Vermiettochter Europcar getroffen.

Der Vorstand habe den Aufsichtsrat über den Stand des Projektes Europcar informiert, teilte VW mit. Abschließende Entscheidungen seien nicht getroffen worden.

Volkswagen hat Europcar im Zuge seines Sparkurses zum Verkauf gestellt. Aus mit der Situation vertrauten Kreisen verluatete am Freitag, dass dem Konzern mindestens vier Angebote vorliegen. Nach Informationen mehrerer mit der Situation vertrauter Personen gehören zu den Bietern der US-Investor Cerberus sowie die Allianz-Beteiligungssparte Allianz Capital Partners. Auch das Private-Equity-Haus JP Morgan Partners und das Bieter-Gespann aus dem Autovermieter Sixt und der Beteiligungsgesellschaft Apax seien mit im Rennen, hieß es.

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