Aufsichtsratssitzung wird verschoben
Klärung von Streit zwischen RAG und RWE verzögert sich

Der Streit zwischen dem Essener Mischkonzern RAG und Anteilseigner RWE über den Verkauf einer RAG-Tochter zieht sich in die Länge. Aufsichtsratskreisen zufolge verschiebt sich die zur Klärung geplante außerordentliche RAG-Aufsichtsratssitzung.

FRANKFURT. Es gehe darum, Wege zu finden, wie alle Seiten ihr Gesicht wahren können. Als neuer Termin sei der 5. Juni vorgesehen, hieß es. Die Sitzung sollte ursprünglich am 15. Mai stattfinden.

Der Streit dreht sich um die RAG-Tochter Saar Ferngas. Deren Übernahme durch RWE hatte das Bundeskartellamt einen Riegel vorgeschoben. RWE stößt sich nun daran, dass RAG dem Anteilseigner ArcelorMittal Optionen auf die Übernahme der Saar Ferngas sowie auf Koks- und Stromlieferungen eingeräumt hatte. Dem RAG-Vorstand wird vorgehalten, dass dies ohne Zustimmung des Aufsichtsrates geschehen sei und insofern einen Verstoß gegen Sorgfaltspflichten darstelle. RAG-Chef Werner Müller weist die Vorwürfe zurück.

Um die Sache zu klären, wurde eine Reihe von Gutachten in Auftrag gegeben. Den Aufsichtsratskreisen zufolge sehen Rechtsexperten bislang keine Pflichtverletzungen des RAG-Vorstandes.

Sollten beteiligten RAG-Vorständen allerdings derartige Verstöße nachgewiesen werden, könnte dies zu deren Abberufung führen. Dies wiederum könnte den für die erste Jahreshälfte 2008 geplanten Börsengang der RAG belasten.

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