Aufstieg zum Autobauer
Magna begräbt seinen Traum

Drei Mal hat der Autozulieferer versucht, zum Hersteller aufzusteigen - drei Mal ohne Erfolg. Der neue Chef Don Walker gibt nun die Pläne auf und peilt Akquisitionen künftig nur noch im im eigenen Sektor an.
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FRANKFURT. Es war die große Vision des Magna-Gründers Frank Stronach. Seit der scheidende Gründer den austro-kanadischen Konzern in die erste Liga der Autozulieferbranche geführt hat, wollte er ihn zu etwas noch Größerem machen: zu einem richtigen Hersteller von Autos. Dreimal schon hat er es ernsthaft versucht. Und immer wieder löste sich die Vision in Luft auf - manchmal erst im allerletzten Moment.

Ein viertes Mal wird es nicht mehr geben - der neue Magna-Chef Don Walker hat den Traum beerdigt: "Überlegungen, einen Autohersteller zu kaufen, haben wir ad acta gelegt", sagte Walker dem Handelsblatt. "Die Pläne sind tot."

Magna hatte 2007 vergeblich versucht, den defizitären US-Autobauer Chrysler zu kaufen, ein Jahr später scheiterte der Einstieg bei Russlands größtem Autobauer Awtowas. Und vergangenes Jahr misslang die Übernahme der GM-Tochter Opel spektakulär.

Walker nimmt mit der Absage an weitere Anläufe eine erste wichtige Weichenstellung vor. Der kanadische Manager hatte erst Mitte November die operative Verantwortung bei dem Zulieferer komplett übernommen, der nach Bosch und Denso zu den weltweit größten seiner Branche zählt. Sein bisheriger Co-Chef Siegfried Wolf war zur Holding Basic Element des russischen Milliardärs Oleg Deripaska gewechselt, zu der auch der russische Hersteller GAZ zählt.

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