Aufstockung der Produktion
BMW gibt in China Gas

Der Münchner Autobauer BMW stockt seine Produktionskapazität in China noch in diesem Jahr um mehr als ein Drittel auf. Zudem prüft der Konzern den Bau einer neuen Fabrik in der Volksrepublik sowie die Einführung der 1er-Serie auf dem chinesischen Markt. Das bestätigte Vorstandschef Norbert Reithofer am Rande der Automesse in Schanghai dem Handelsblatt.

SCHANGHAI. „Wir werden unsere Produktion in China auf 41 000 Einheiten steigern und müssen dann sehen, wo und wie wir die Kapazitäten im Land weiter erhöhen können“, sagte der BMW-Chef. Die Entscheidung über eine weitere Fertigung solle noch vor Jahresende fallen. „Wir stehen aber nicht unser Handlungsdruck“, erklärte Reithofer.

Bis 2010 sei eine Abdeckung der BMW-Nachfrage für chinesische Kunden gewährleistet. Nach den Prognosen soll China bis 2020 der größte Automarkt der Welt werden. „Ich denke, da sind solche Überlegungen einer Expansion richtig“, erläutert der BMW-Vorstand.

In den kommenden Jahren peilt BMW mit der Aufstockung der lokalen Fertigung sowie mit BMW-Importen rund 65 000 BMW-Fahrzeuge im chinesischen Verkauf pro Jahr an. Der chinesische Markt werde in Kürze der wichtigste Absatzmarkt in Asien, begründete Reithofer die Expansion.

„Es ist unser Ziel, den Verkauf in Asien im kommenden Jahr auf 150 000 Fahrzeuge zu steigern“, sagte Reithofer weiter. Zuletzt waren es 127 000 Autos der Marke BMW, Mini und Rolls-Royce. China werde daran künftig den Löwenanteil haben und schon bald Japan als größten Markt in Asien überrunden.

Reithofer bläst in China aber auch erstmals zum Angriff auf Marktführer Audi. „Langfristig wollen wir die Nummer eins der Premium-Hersteller in China werden“, sagte der BMW-Chef in Schanghai. Er bestätigte, dass man vor allem mehr Fahrzeuge an Regierungen und Behörden in China verkaufen wolle. Dieses Flottengeschäft wird bislang von Audi dominiert.

BMW hat nach den Worten von Reithofer im chinesischen Premium-Segment einen Marktanteil von 20 Prozent. Der BMW-Chef sieht große Chancen für seine Marke im Reich der Mitte, weil dort der Markt für Luxuslimousinen doppelt so schnell wachse wie das Pkw-Massengeschäft. Der China-Absatz des Münchner Konzerns werde in den kommenden Jahren um mindestens zehn Prozent wachsen, sagte Reithofer.

BMW hatte seine Verkäufe im Reich der Mitte im 1. Quartal bereits um 34 Prozent auf 10 200 Fahrzeuge gesteigert. „Wir sind sehr glücklich mit unserem Wachstum in China“, sagte Reithofer. Als Konkurrenten sieht Reithofer neben Audi und Mercedes den zur japanischen Toyota-Gruppe gehörenden Luxushersteller Lexus.

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