Auftakt der US-Berichtssaison
Alcoa verunsichert die US-Börse

Sinkende Aluminiumpreise, eine schwache Nachfrage in den Schlüsselmärkten und höhere Kosten haben beim US-Aluminiumkonzern Alcoa im dritten Quartal zu einem Gewinneinbruch um 52 Prozent geführt. Das Unternehmen reagiert auf die Entwicklung mit drastischen Maßnahmen.

HB NEW YORK. Um die Lage in den Griff zu bekommen, stoppte Alcoa das Aktienrückkaufprogramm und alle „nicht entscheidenden“ Investitionsprojekte. Investoren reagierten im nachbörslichen US-Handel auf diese Ankündigungen verunsichert. Nachdem Alcoa vorübergehend vom Handel ausgesetzt waren, stürzten die Titel ab. An der Frankfurter Börse verlieren Alcoa am Mittwoch zwischenzeitlich über zehn Prozent.

Der Überschuss fiel im dritten Quartal auch wegen Einmaleffekten um über die Hälfte auf 268 Mio. Dollar. Der Umsatz ging wegen zuletzt weit niedrigerer Aluminiumpreise um zwei Prozent auf 7,2 Mrd. Dollar zurück. Hauptgrund für den niedrigeren Gewinn sei der „deutliche Rückgang“ der Metallpreise und die zunehmend schwache Nachfrage in den Schlüsselmärkten. Die Kreditkrise beginne sich nun negativ auf die Baubranche auszuwirken, sagte Alcoa-CEO Klaus Kleinfeld.

Der seit Mai amtierende Kleinfeld hatte bis Mitte 2007 den deutschen Siemens-Konzern geführt. Er ist der einzige Deutsche in vergleichbarer Position bei einem großen börsennotierten US-Konzern.

Infolge des sich eintrübenden Geschäfts habe Alcoa alle „nicht entscheidenden“ Investitionsprojekte gestoppt. Zugleich werde die Produktionskapazität angepasst, um der Nachfrage in den sich schnell ändernden Upstream- und Downstreammärkten zu entsprechen, fügte Kleinfeld hinzu. Besonders pessimistisch äußerte er sich über das Geschäft in Nordamerika. Vor allem das US-Geschäft macht dem Konzern Sorgen. So wurden durch die Abschwächung des Wohnungs- und Fahrzeugmarkts in den USA zwei Metall-Kernmärkte in Mitleidenschaft gezogen.

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