Auftaktquartal
BASF-Gewinn geht leicht zurück

Der Gewinn bei BASF ist im ersten Quartal um gut sieben Prozent gesunken. Dennoch übertrifft das Ergebnis die Analysten-Erwartungen. Mit Zuwächsen rechnet der Chemiekonzern erst wieder im zweiten Halbjahr.
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MannheimKräftig gestiegene Rohstoffpreise haben dem Chemiekonzern BASF zu Jahresbeginn zugesetzt. Mit seinen Ergebniszahlen zum ersten Quartal konnte das weltgrößte Chemieunternehmen dennoch die Erwartungen der Börsianer übertreffen. Dies lag vor allem an einem überraschend starken Öl- und Gasgeschäft und einer schwungvollen Nachfrage nach Chemikalien für die Landwirtschaft.

Für das Gesamtjahr 2012 blieb Konzernchef Kurt Bock aber zuversichtlich: Umsatz und Betriebsgewinn sollen die Rekordwerte des vergangenen Jahres übertreffen.

BASF erwirtschaftete im ersten Quartal einen um Sondereinflüsse - wie etwa Restrukturierungen - bereinigten Betriebsgewinn von 2,53 Milliarden Euro, was einem Rückgang um 7,3 Prozent entspricht, wie der Konzern am Freitag vor Beginn seiner Hauptversammlung in Mannheim mitteilte. Analysten hatten dem Chemieriesen im Mittel nur ein Ergebnis von 2,32 Milliarden Euro zugetraut.

„Gestiegene Rohstoffkosten konnten wir nicht in allen Arbeitsgebieten vollständig weitergeben, was unsere Margen belastete“, erklärte BASF-Chef Bock. Der Konzernüberschuss schrumpfte um 28,5 Prozent auf 1,72 Milliarden Euro. Durch den hohen Ölpreis hatten sich zuletzt die Preise für viele petrochemische Ausgangsstoffe wie Benzol und Butadien verteuert. So brach im wichtigen Segment Chemicals der bereinigte Betriebsgewinn um 39 Prozent ein, im Kunststoffgeschäft sogar um 44 Prozent.

Glänzen konnte BASF dagegen mit seinem Öl- und Gasgeschäft. Hier sprang der bereinigte Betriebsgewinn um 56 Prozent in die Höhe. Dabei profitierte der Konzern unter anderem von der Wiederaufnahme der lukrativen Ölproduktion in Libyen.

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Nachfrage nach Pestiziden hoch

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