Auftrag an Lockheed Martin
„Orion“ löst Space-Shuttle ab

Vor einem Vierteljahrhundert hob die Space-Shuttle zum ersten Mal ins All ab. Doch mittlerweile ist sie veraltet. Ein Nachfolger muss her. Den Zuschlag für den Bau hat jetzt der vor allem als Rüstungshersteller bekannte Konzern Lockheed Martin bekommen. Die Pläne sind hochtrabend. Bei der Technik haben sich die Konstrukteure von den alten Apollo-Kapseln inspirieren lassen.

HB WASHINGTON/BREMEN. Die neue Generation von Raumtransportern mit dem Namen „Orion“ solle spätestens im Jahr 2014 mit einer sechsköpfigen Crew zur Internationalen Raumstation ISS fliegen, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag in Washington mit. Die derzeitigen Space-Shuttle werden nach dem Ausbau der ISS im Jahr 2010 ausgemustert.

Die Nasa kündigte eine neue Ära der Weltraumfahrt an. „Der Weltraum wird nicht länger ein Ziel sein, das wir nur kurz ansteuern“, sagte Sprecher Michael Braukus. Astronauten würden im Weltraum „wie früher die Pioniere“ leben. „Heute beginnt eine neue Reise“.

Der Rüstungs- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin mit seinem Hauptsitz in Bethesda (Maryland) setzte sich bei der Ausschreibung für den Space-Shuttle-Nachfolger gegen ein Konkurrenzangebot eines Konsortiums der Unternehmen Northrop Grumman und Boeing durch. Nasa-Sprecher Doug Cook sprach von einem „scharfen“ Wettbewerb der Anbieter um den mindestens 3,9 Mrd. Dollar (3,04 Mrd. Euro) schweren Auftrag. Insgesamt sollen die Kosten für „Orion“ bis 2019 rund 7,5 Mrd. Dollar (5,8 Mrd. Euro) betragen. Eine Beteiligung von Firmen außerhalb der USA ist laut Nasa nicht vorgesehen.

Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS – Mutter von Airbus – hatte schon vor der Entscheidung nicht mit einer Beteiligung der Deutschen oder Europäer gerechnet. Nasa-Direktor Michael Griffin wolle die Entwicklung und Produktion kritischer Technologien US-Firmen vorbehalten, hieß es. Die EADS sei jedoch offen für denkbare Beteiligungen in einer späteren Phase, sagte ein EADS-Sprecher am Donnerstag in Bremen. Das Unternehmen habe beispielsweise interessante Technologien für Rendezvous- und Andockmanöver entwickelt.

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