Auftrag soll Chancen im Nahen Osten erhöhen: Emirate kaufen Panzer von Rheinmetall

Auftrag soll Chancen im Nahen Osten erhöhen
Emirate kaufen Panzer von Rheinmetall

Nach vierjährigen Verhandlungen bestellen die Vereinigten Arabischen Emirate jetzt für rund 160 Millionen Euro ABC-Spürpanzer beim deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall. Das gaben die Emirate gestern auf der Rüstungsmesse IDEX in Abu Dhabi bekannt.

tom ABU DHABI. Die mehr als 30 Fahrzeuge haben ein Labor an Bord, das nukleare, chemische und biologische Gefahren erkennen und bekämpfen kann. Mit dem Auftrag übernimmt Rheinmetall auch die Ausbildung von Soldaten in den Emiraten

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Rheinmetall-Chef Klaus Eberhardt zeigt sich zufrieden: Der Auftrag sei auch ein Ergebnis der guten politischen Beziehungen zwischen Deutschland und den Emiraten, sagte er dem Handelsblatt. Seit 2003 gibt es eine strategische Partnerschaft zwischen den Ländern, die auch eine verstärkte Militärkooperation beinhaltet. Bundeskanzler Gerhardt Schröder will Ende Februar auf einer Reise durch die Golfstaaten auch die Emirate besuchen. Wegen der engen politischen Beziehungen zwischen gilt eine Zustimmung des Bundessicherheitsrats, der deutsche Rüstungsexporte genehmigen muss, als unproblematisch.

Rheinmetall-Chef Eberhardt hofft, dass der Auftrag auch die Chancen für weitere Geschäfte in der Region erhöht. Der Konzern will international neue Märkte erschließen, auch weil mit der Verkleinerung der Bundeswehr deren Bedeutung als Auftraggeber abnimmt. Mittelfristig soll die Exportquote von heute 60 auf 65 Prozent steigen. „Der Nahe Osten ist daher für uns ein zunehmend wichtiger Markt“, sagt Eberhardt.

Neben den Emiraten hat Rheinmetall vor allem Kuwait, Katar und Bahrein im Fokus. Für den Spürpanzer und ein System zur Grenzsicherung rechnet sich Rheinmetall gute Verkaufschancen in der Region aus.

Der Spürpanzer-Auftrag ist nicht der erste aus dem Mittleren Osten. Saudi-Arabien hat seit den 80er Jahren 16 Fuchs-Panzer, von denen einige auch ABC-Waffen bekämpfen können. Größter Kunde sind allerdings die USA: Von den 260 gebauten Fahrzeugen des Systems hat die US-Armee 123.

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