Auftrag soll zur Grundauslastung beitragen
MAN hat gute Chancen auf britischen Lkw-Auftrag

MAN hat gute Aussichten auf einen milliardenschweren Lkw-Auftrag der britischen Armee. Die Konzerntochter MAN Nutzfahrzeuge AG wurde vom britischen Verteidigungsministerium zum bevorzugten Bieter für den Auftrag zur Lieferung von 5000 Lkw benannt. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 1,6 Milliarden Euro.

HB MÜNCHEN. Zudem bestehe die Option auf die Lieferung weiterer Fahrzeuge, teilte MAN in München mit. Die Lieferung solle 2007 beginnen. Das Verteidigungsministerium werde nun exklusiv mit MAN über die Einzelheiten einer Vereinbarung verhandeln, hieß es. Zudem gab MAN einen Großauftrag in dreistelliger Millionenhöhe für die Lieferung von Zeitungsdruckmaschinen an eine britische Tochter des australischen Medienkonzerns News Corp von Rupert Murdoch bekannt. Die MAN-Aktie grenzte nach den Mitteilungen ihre Verluste zeitweise ein.

Der Großauftrag des britischen Verteidigungsministeriums werde zur Grundauslastung der betroffenen Nutzfahrzeug-Werke von MAN in Großbritannien, Österreich und Deutschland beitragen, erklärte MAN zu dem wahrscheinlicher werdenden Zuschlag. „Damit war die Technik von MAN in einem internationalen Wettbewerbsumfeld erfolgreich“, hieß es. Nach Medienberichten hatten sich auch die DaimlerChrysler-Nutzfahrzeugtochter sowie die US-Firmen Oshkosh und Stewart & Stevenson beworben. Die Auswahl von MAN zum bevorzugten Bieter bedeutet, dass Konkurrenzangebote nun zunächst einmal aus dem Rennen sind.

MAN Roland erhielt Großauftrag von News Corp.

Die Druckmaschinensparte MAN Roland erhielt von einer Tochter des australischen Medienkonzerns News Corp einen Großauftrag mit einem Volumen im mittleren dreistelligen Millionenbereich. Er umfasse die Lieferung von 22 Zeitungsdruckmaschinen des Typs Colorman XXL samt Zubehör und Montage, die sich über die nächsten vier Jahre erstrecke. Zu den Titeln, die künftig mit den Maschinen gedruckt würden, zählten die britischen Zeitungen „The Times“, „The Sunday Times“, „The Sun“ und „News of the World“.

Auftraggeber ist die News International Supply Company Ltd mit Sitz in London. Die Anlagen von MAN seien Teil eines umfassenden Investitionsprojekts in Großbritannien, bei der bestehende Maschinen durch modernste Drucksysteme ersetzt würden.

Die Druckmaschinensparte gilt als Problembereich des MAN-Konzerns. Sie steckt seit längerem in der Verlustzone, soll in diesem Jahr aber wieder einen kleinen Gewinn erzielen. Bei der Branchenmesse Drupa in diesem Jahr hatte MAN Roland neue Aufträge für 470 Mill. Euro erhalten und damit Hoffnungen auf eine Geschäftsbelebung geweckt.

Die MAN-Aktie grenzte ihre Verluste nach den Mitteilungen zwischenzeitlich ein, gab danach aber wieder weiter nach. Am Nachmittag lag der Kurs der Aktie mit 27,88 Euro um 1,8 Prozent unter dem Vortagesschluss. Das Börsenbarometer Dax tendierte 1,5 Prozent schwächer.

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