Auftragsbestand enttäuscht
Puma geht mit Gewinnplus ins neue Jahr

Der Sportartikelhersteller Puma ist mit zweistelligen Wachstumsraten bei Umsatz und Gewinn gut ins neue Jahr gestartet und hat seinen Ausblick für 2005 bestätigt. Allerdings missfiel den Marktteilnehmern der Rückgang beim Auftragsbestand in Europa.

dpa-afx HERZOGENAURACH. "Wir sind immer davon ausgegangen, dass es eine Abschwächung geben wird", sagte Vorstandschef Jochen Zeitz am Dienstag mit Blick auf das Europa-Geschäft. Die schwierige wirtschaftliche Situation für den Einzelhandel in Westeuropa, der Preiskampf in der Sportartikelbranche und die frühzeitige Auslieferung für die Sommerkollektionen hätten sich negativ ausgewirkt. Zudem habe das Vorjahresergebnis deutlich von den sportlichen Großereignissen profitiert.

Europa ist mit einem Anteil von 68 Prozent am konsolidierten Konzernumsatz der wichtigste Markt für Puma. Zwar konnte der Umsatz hier in den ersten drei Monaten um rund acht Prozent gesteigert werden. Die Auftragslage entwickelte sich allerdings um 5,5 Prozent rückläufig. Zum Vergleich erreichten die Regionen Amerika ein Auftragsplus von 48 Prozent, Asien/Pazifik von 15 Prozent und Afrika/Naher Osten von beinahe 50 Prozent.

Insgesamt zog der Auftragsbestand um 4,6 Prozent auf 812 Mill. Euro an. Analysten hatten mit einem Zuwachs im mittleren bis hohen einstelligen Bereich gerechnet. Wie sich die Auftragslage mit Blick auf das gesamte Jahr 2005 entwickeln wird, wollte Zeitz nicht sagen. Allerdings dürfte sich die Fußballweltmeisterschaft 2006 positiv in den Auftragsbüchern niederschlagen. Am Preiswettbewerb beteiligen werde sich Puma aber nicht, sagte Zeitz.

Auf der Umsatz-Seite konnten alle Regionen währungsbereinigt zulegen. Der konsolidierte Konzernumsatz stieg im ersten Quartal um 11,9 Prozent auf 496,5 Mill. Euro. Währungsbereinigt lag der Zuwachs bei 13,7 Prozent. Die weltweiten Markenumsätze, die sich aus dem Konzernumsatz und den Lizenzumsätzen zusammensetzen, stiegen um 16,3 Prozent auf 639 Mill. Euro.

Der Konzerngewinn wuchs in den ersten drei Monaten um 13,5 Prozent auf 90,9 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte von 116,4 auf 131,5 Mill. Euro zu. Den Vorsteuergewinn steigerte der Konzern von 116,9 auf 132,6 Mill. Euro. Damit konnte Puma die Schätzungen der zehn von dpa-AFX befragten Analysten übertreffen.

Die für die Branche wichtige Rohertragsmarge stieg um 1,70 Prozentpunkte auf 53,4 Prozent. Für das Gesamtjahr hob Puma das untere Ende seiner Prognosespanne für die Marge leicht an und sieht sie nun in einer Bandbreite zwischen 51 und 52 Prozent. Bislang hatte eine Größenordnung von 50 bis 52 Prozent gegolten. Der währungsbereinigte Umsatz sowie der Konzerngewinn sollen nach wie vor im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich wachsen. Das Lizenzgeschäft soll zweistellig zulegen.

"Puma konnte das erste Quartal erneut mit einem starken Wachstum und mit einer Profitabilität auf sehr hohem Niveau abschließen", sagte Zeitz. Damit sei eine wichtige Basis für ein erneutes Rekordjahr in 2005 sowie eine starke finanzielle Grundlage für den Einstieg in die Phase IV der Unternehmensentwicklung geschaffen. Die strategischen Eckdaten dieser Phase für die Jahre 2006 bis 2010 will das Unternehmen mit den Ergebnissen zum zweiten Quartal bekannt geben. Ziel sei es, zusätzliches Marktpotenzial für Puma zu erschließen. Auch sollen die Parameter genannt werden, unter denen für Puma Akquisitionen in Frage kommt.

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