Auftragsboom
Doch keine Kurzarbeit im Kölner Ford-Werk

Der Autobauer Ford nimmt wegen der großen Nachfrage nach Kleinwagen seine Pläne zur Kurzarbeit im Kölner Fiesta-Werk zurück.

HB KÖLN. Zumindest bis zum Sommer werde es dort keine Kurzarbeit geben, teilten der Betriebsrat und ein Unternehmenssprecher am Dienstag mit. Ein wesentlicher Grund für die gestiegene Nachfrage sei die Abwrackprämie der Bundesregierung. Ursprünglich sollten die Bänder zwischen März und Juni an insgesamt 15 Tagen stillstehen. Die knapp 30 000 Fiesta, deren Produktion dann ausfiele, würden nun aber gebraucht.

Ford-Geschäftsführer Jürgen Stackmann hatte bereits in der vergangenen Woche gesagt, dass die Abwrackprämie zu einem Auftragsboom geführt habe. Allein in der zweiten Januarhälfte seien 10 000 Aufträge für die Kleinwagen-Modelle Fiesta, Ka und Fusion eingegangen - viermal so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Positive Signale seien auch aus Frankreich und Italien zu spüren, wo es ebenfalls Anreizprogramme für die Autoindustrie gibt. In wichtigen Exportmärkten wie Spanien und Großbritannien dagegen sei die Nachfrage noch immer schwach.

Ob die für das Werk in Saarlouis vereinbarte Kurzarbeit ebenfalls reduziert wird, lasse sich zurzeit noch nicht abschätzen, teilte der Gesamtbetriebsrat mit.

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