"Auftragsbuch für 2005 bereits voll"
SGL verteuert Stahlerzeugungs-Elektroden erneut

Die Wiesbadener SGL Carbon hat weitere Preiserhöhungen für ihr wichtigstes Produkt Grafitelektroden angekündigt.

HB FRANKFURT. Der Schritt sei notwendig, da Rohstoffe und Energiekosten gestiegen seien, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Dazu kämen höhere Betriebskosten und Logistikaufwendungen sowie Schwankungen bei den Wechselkursen.

Die höheren Preise sollen mit Wirkung vom 4. Juni für alle Neugeschäfte mit dem Produkt gelten. Die Nachfrage nach Grafitelektroden sei weiterhin auf einem „sehr hohen Niveau“, teilte SGL mit.

Für Standardgrößen müssten ab dem 4. Juni in Nord- und Südamerika, in Asien (außer China), in Afrika und im Nahen und Mittleren Osten 4100 (zuvor: 3650) Dollar pro Tonne bezahlt werden. In Europa liege der neue Preis für Standardgrößen bei 3000 (2730) Euro pro Tonne.

Die im MDax notierte SGL-Aktie lag am Nachmittag 0,42 Prozent höher auf 9,57 Euro.

Grafitelektroden werden für die Elektrostahlproduktion eingesetzt. SGL Carbon ist auf dem Weltmarkt führend bei Grafit- und Karbonprodukten und hatte die Preise für sein Kernprodukt angesichts des Stahlbooms in der jüngsten Zeit bereits mehrfach erhöht. Zuletzt hatten die Wiesbadener im Januar die Grafitelektroden-Preise für alle neuen Geschäfte angehoben.

Das Auftragsbuch für Lieferungen in diesem Jahr sei bereits voll, teilten die Wiesbadener mit. Die Produktionsanlagen arbeiteten mit voller Kapazität. Im ersten Quartal dieses Jahres hatte SGL unter anderem dank der anhaltend starken Nachfrage nach seinem Kernprodukt operativ mehr verdient als vor Jahresfrist.

Für das Gesamtjahr 2005 erwartet SGL ein Umsatzplus von mehr als fünf Prozent, einen noch stärkeren Zuwachs beim Betriebsgewinn sowie einen Konzernüberschuss. SGL hatte sich unlängst von seiner Verluste bringenden Oberflächenschutzsparte getrennt und die wesentlichen Restrukturierungen im Konzern für abgeschlossen erklärt.

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