Auftragseingänge brechen ebenfalls ein
Lambda Physik schreibt im dritten Quartal rote Zahlen

Der Laserhersteller Lambda Physik hat im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2002/2003 vor allem wegen des schwachen Asiengeschäfts einen Umsatzeinbruch verzeichnet und rote Zahlen geschrieben.

Reuters GÖTTINGEN. Der Umsatz sei in den Monaten April bis Juni nach vorläufigen Zahlen zum Vorjahresquartal um 34 Prozent auf 14 Millionen Euro gefallen, teilte das Göttinger Unternehmen am Montag mit. Das Nettoergebnis falle trotz der eingeleiteten Kostenreduzierungen deutlich negativ aus. Während Lambda Physik im ersten Halbjahr noch einen Nettogewinn von 0,5 Millionen Euro erzielt hatte, ergebe sich nun für die ersten neun Monate ein Verlust. Vor allem das schwache Geschäft in Asien - verstärkt durch die Lungenkrankheit Sars - sowie das schwache Industriegeschäft hätten belastet. Im vergangenen Jahr hatte Lambda Physik 50 Prozent seines Umsatzes in Asien gemacht.

Die anhaltende Schwäche in allen Umsatzregionen und Absatzbereichen habe sich auch in den Auftragseingängen niedergeschlagen, teilte Lambda Physik mit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal habe sich der Auftragseingang im dritten Quartal mit rund 15 Millionen Euro nahezu halbiert. In den ersten neun Monaten belaufe sich das Minus bei den Auftragseingängen zum Vorjahreszeitraum auf 35 Prozent.

Der Laserhersteller hatte vor rund einem Monat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr vor allem wegen der Marktschwäche in Asien zurückgezogen und keinen neuen Ausblick gegeben. Bis dahin ging Lambda Physik für das am 30. September endende Geschäftsjahr 2002/2003 von einem Umsatzanstieg auf rund 100 (Vorjahr: 98,5) Millionen Euro und einem positiven operativen Ergebnis aus. Eine neue Prognose könne derzeit immer noch nicht gegeben werden, sagte eine Unternehmenssprecherin. Um der Marktschwäche zu entgegnen, würden derzeit eine Reihe von Maßnahmen diskutiert.

Der Mehrheitsgesellschafter von Lambda Physik, Coherent, hatte vor rund zwei Monaten angekündigt, den Laserhersteller vollständig übernehmen zu wollen. Das Unternehmen, das inzwischen rund 73 Prozent an Lambda Physik hält, bietet bis zum 16. Juli 9,25 Euro pro Stückaktie für die übrigen Anteile. Die vollständigen Zahlen für das dritte Quartal will Lambda Physik am 23. Juli vorlegen.

Die Analysten von SES Research zeigten sich enttäuscht von den Zahlen. Sie zeichneten ein ganz schwaches Bild, teilte Analyst Malte Schaumann mit. Die äußerst geringen Auftragseingänge ließen auch keine baldige Besserung erhoffen. Vor diesem Hintergrund sei die Annahme des Übernahmeangebots von Coherent unverändert attraktiv.

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