Auftragseingang gestiegen
Koenig & Bauer weiter rote Zahlen

Der weltweit drittgrößte Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer hat im ersten Halbjahr 2004 seinen Auftragseingang deutlich gesteigert, blieb aber weiterhin in den roten Zahlen.

HB MÜNCHEN. Koenig & Bauer sieht nach der langen Krise der Zeitungs- und Werbeindustrie allmählich eine Erholung der Nachfrage nach Druckmaschinen. Für 2004 rechnet das Würzburger Unternehmen weiter mit der Rückkehr in die Gewinnzone, auch wenn der nochmalige Verlust in der ersten Jahreshälfte höher ausfiel als von Analysten erwartet.

Der leichte Anstieg der Werbebudgets und die bessere Auslastung von Druckereien sowie der Zwang zur Erneuerung älterer Maschinen führten dazu, dass sich der Investitionsstau in Europa und anderen hoch entwickelten Märkten schrittweise auflöse, teilte das Unternehmen am Freitag in seinem Halbjahresbericht mit. Der Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte legte auf 731,6 (Vorjahr 543,3) Mill. € zu. Da der Umsatz sich nur um knapp sieben Prozent auf 534,9 Mill. € erholte, verbuchte das im Mittelwerteindex MDax gelistete Unternehmen allerdings nochmals einen Verlust von 16,5 Mill. € nach 18,6 Mill. € im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 11,2 Mill. € gerechnet.

„Die Nachfrage bei Druckmaschinen hat im ersten Halbjahr auf wichtigen Auslandsmärkten erfreulich angezogen“, erklärte Vorstandschef Albrecht Bolza-Schünemann. Trotz des anhaltend starken Wettbewerbes und der Belastungen durch hohe Stahlpreise und den starken Euro gehe das Unternehmen weiter davon aus, dass der Umsatz in diesem Jahr um 13 % auf 1,4 Mrd. € und damit auf den höchsten Wert der Firmengeschichte steigen werde. Zudem werde im Konzern unverändert ein positives Jahresergebnis erwartet. Im vergangenen Jahr hatte Koenig & Bauer einen Verlust von 30 Mill. € verbucht.

Koenig & Bauer litt zuletzt unter anderem unter der Krise auf den Zeitungs- und Werbemärkten, verzeichnet seit einiger Zeit aber wieder deutlich steigende Bestellungen. Per Ende Juni betrug der Auftragsbestand 1,054 Mrd. € nach 874,9 Mill. € vor Jahresfrist. Bolza-Schünemann erklärte, durch die seit Herbst 2003 wieder verbesserte Auftragslage sei die Auslastung aller Produktionswerke bis Jahresende gesichert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%