Auftragslage
Maschinenbau überrascht mit Auftragsplus

Zum ersten Mal seit Monaten bekommt der deutsche Maschinenbau wieder mehr Aufträge. Dennoch erwartet die Branche für 2009 eine Stagnation. Denn innerhalb der Branche zeigt sich ein deutliches Gefälle.

DÜSSELDORF. Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer melden wieder steigende Auftragseingänge. Im September lagen die Bestellungen nach Angaben des Branchenverbandes VDMA insgesamt um zwei Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Dabei kamen aus dem Ausland vier Prozent mehr Aufträge und aus dem Inland ein Prozent weniger. In den vier Monaten davor hatten die Auftragseingänge zum Teil zweistellig unter den Vorjahreswerten gelegen.

Von einer Trendwende will VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers aber nicht sprechen. Der konjunkturelle Abschwung im Ausland gehe weiter. Die Ergebnisse im September seien durch Großaufträge verzerrt worden, ohne diese hätte das Niveau der Bestellungen aus dem Ausland stagniert und auch insgesamt hätte es eine Stagnation der Bestellungen gegeben.

Die nach der Autoindustrie zweitgrößte deutsche Industriebranche rechnet für 2008 mit einem Produktionsplus von fünf Prozent auf rund 191 Mrd. Euro. Von Januar bis Juli lag die Produktion der zum großen Teil mittelständischen Branche noch 8,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahres, seither verliert das Wachstum aber an Fahrt. Für 2009 erwartet der Verband eine Stagnation.

Nach Angaben des Verbandes gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen: So boome alles, was mit Energie und Umwelt zu tun habe. Für Stromturbinen gingen im September 60 Prozent mehr Bestellungen ein, Bergbau-Maschinen verbuchten 50 Prozent mehr Aufträge. Dagegen erhielten Hersteller von Textilmaschinen 46 Prozent weniger Aufträge. Die Produzenten von Bau- und Druckmaschinen verbuchten jeweils zweistellig sinkende Auftragszahlen.

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