Aufwärtstrend fortgesetzt
Autobauer legen in Europa zu

Die meisten Pkw-Hersteller haben in Europa ihren Aufwärtstrend im September fortgesetzt. Neue Modelle sowie Preisnachlässe haben dabei den Automobilmarkt weiter wachsen lassen.

HB FRANKFURT. In Europa - den 23 EU-Ländern und den drei Efta-Staaten Norwegen, Island und Schweiz - sei die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im September um 1,9 % auf gut 1,4 Mill. gestiegen, teilte die Europäische Vereinigung der Automobilhersteller (Acea) am Donnerstag in Brüssel mit. Nach dem deutlichen Wachstum von 7,5 % im August konnten die Autohersteller in Europa damit trotz höherer Kraftstoff-Preise auch im vergangenen Monat mehr verkaufen. „Da die Anzahl der Arbeitstage in dem Monat genau gleich waren, zeigt diese Zahl eine fortschreitende Erholung des Marktes“, hieß es in der Mitteilung des Verbandes. Weiter aufwärts ging es auch für die deutschen Hersteller. In den ersten neun Monaten wurden in Europa 11,8 Mill. Pkw zugelassen und damit nur 0,1 % weniger als im Vorjahr.

Getragen wurde der Zuwachs vor allem von den Kernmärkten Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich. In Frankreich wurden 7,5 % mehr Neuwagen verkauft als im September 2004 und in Spanien 4,6 %. Am deutschen und am italienischen Markt gab es ein Plus von jeweils 3,5 %. Der britische Markt war mit minus 3,2 % auch im September rückläufig. In den 15 westeuropäischen Staaten und den Efta-Ländern stiegen die Zulassungen insgesamt um 2,2 % auf gut 1,4 Millionen.

Unter den Herstellern hatten wiederum die Asiaten die Nase vorne: So verzeichnete die südkoreanische Kia Motors in Europa einen Sprung von knapp 40 % zum Vorjahr, Nissan Motor legte 31 % zu. Toyota legte um 3,2 % im Vergleich zum Vorjahresmonat zu.

Die deutschen Autobauer Volkswagen, BMW und Daimler-Chrysler präsentierten sich stärker als der Gesamtmarkt, wenn auch lediglich mit einstelligen Zuwachsraten. So betrug das Plus für den VW-Konzern 6,3 % und für BMW 7,0 %, der Stuttgarter Autobauer Daimler-Chrysler legte 5,4 % zu. Hier machte die Kermarke Mercedes weiter Boden gut und steigerte die Zulassungen um rund zehn Prozent, während die Kleinwagenmarke Smart einen Verlust von 20 % erlitt.

Das Ergebnis für die anderen europäischen Autohersteller ist gemischt; Die Fiat-Gruppe schloss den Monat mit einem Minus von 11,3 % ab, Renault mit minus 6,3 % und die PSA-Gruppe mit plus 2,1 %.

Bei den US-Herstellern konnte General Motors konnte 3,6 % wachsen, wobei die Marken Opel/Vauxhall 1,9 % zusteuerten. Hingegen gehörte der Ford mit einem Rückgang von 4,6 % zu den wenigen Verlierern in dem Monat. Die US-Hersteller sind wegen der Flaute auf dem inländischen Automarkt besonders vom europäischen Markt abhängig. Federn lassen mussten auch Fiat und Renault.

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