Augenmerk liegt jetzt auf der Produktion in China
Körber-Konzern sieht sich wieder im Aufwind

Die Hamburger Körber AG, Weltmarktführer bei Zigaretten- und Schleifmaschinen sowie Maschinen für die Tissue- und Papier verarbeitende Industrie, sieht sich nach den Worten ihres Vorstandsvorsitzenden Werner Redeker wieder auf der „Erfolgsspur“.

beu HAMBURG. Nach dem durch rund 100 Mill. Euro Einmalaufwendungen zur Umstrukturierung der Zigaretten- und Werkzeugmaschinensparte belasteten Vorjahr, erwartet Redeker in diesem Jahr bei einem unveränderten Konzernumsatz von 1,28 Mrd. Euro ein Vorsteuerergebnis von 80 Mill. Euro. Dies entspräche einer Rendite von 6 Prozen. Damit würde Körber wieder an das Jahr 2002 anknüpfen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003 hatte Körber auf Grund der Einmalaufwendungen 30 Mill. Euro Verlust vor Steuern ausgewiesen.

Um am Wachstum in China teilzuhaben baut die in der Schleifring -Gruppe geführte Werkzeugmaschinen - Sparte in diesem Jahr eine eigene Fertigung in der Nähe von Shanghai auf. Körber produziert bereits Maschinen für die Papier-und Tissueverarbeitung in China und arbeitet bei den Zigarettenmaschinen mit einem chinesischen Partner zusammen. „Wir können es uns nicht leisten, nicht nach China zu gehen,“ kommentiert Redeker den Schritt. Nach drei Jahren sollte die Fertigung vor Ort die Gewinnschwelle erreichen.

Bei den unter der Marke „Hauni“ produzierten Zigarettenmaschinen , mit denen 2003 rund 586 Mill. Euro umgesetzt wurden, wird sich der Weltmarkt auch mittel- und langfristig nicht bessern, ist Redeker überzeugt. Grund hierfür ist die zunehmende Konzentration der Zigarettenindustrie. Da die Industrie in Europa und Amerika kaum investiert, verschiebt sich die Nachfrage nach Zigarettenmaschinen nach Asien. Hier erwirtschaftet Körber bereits jetzt 40 % des Spartenumsatzes.

Mit Maschinen für die Papier- und Tissuetechnik erwartet Redeker in diesem Jahr steigende Umsätze (2003: 345 Mill. Euro) bei einem allerdings gleich bleibenden Ergebnis. Die Branche stehe unter massiven Wettbewerb auch von chinesischen Anbietern. Doch werde die Vorsteuerrendite trotz des Drucks mehr als 6 Prozent erreichen, sind Redeker und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Detlev Terboven überzeugt.

Bei den Schleifmaschinen hat sich Körber durch die Übernahme des Schleifmaschinengeschäftes der Walter AG gestärkt. Ohne Walter werde die Sparte unverändert 266 Mill. Euro umsetzen. Den Zusatzumsatz durch Walter beziffert Redeker auf 76 Mill. Euro.

Der Körber-Konzern beschäftigt weltweit unter Einbeziehung von Walter gut 8000 Mitarbeiter.

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