Auktion gewinnt an Dynamik
Stada ist noch im Rennen um Merck-Sparte

Für die zum Verkauf stehende Generika-Sparte des Darmstädter Pharma- und Chemiekonzerns Merck KGaA gibt es noch drei Interessenten. Wie das Handelsblatt gestern in Finanzkreisen erfuhr, gehört neben dem israelischen Pharmahersteller Teva und Mylan Laboratories aus den USA auch Stada noch zum Bieterkreis.

lee DÜSSELDORF. Ein Sprecher des Bad Vilbeler Stada-Konzerns wollte diese Information nicht kommentieren. Merck wird voraussichtlich in der kommenden Woche entscheiden, mit wem exklusiv über den Verkauf des Geschäfts mit Nachahmermedikamenten verhandelt wird.

„Die Auktion hat in der letzten Woche an Dynamik gewonnen“, hieß es in verhandlungsnahen Kreisen. Den Ausschlag gegeben habe die Nachricht, dass der Finanzinvestor Clayton, Dubilier & Rice die erst vor drei Jahren von Merck gekaufte Laborhandelstochter VWR weiterverkauft hat und dabei mehr als doppelt so viel einstrich, wie er bezahlt hatte. „Um so etwas nicht noch einmal zu erleben, versucht Merck, den Preis in die Höhe zu treiben“, sagte eine mit der Situation vertraute Person.

Als in der vergangenen Woche in den Verhandlungen erstmals von mehr als vier Mrd. Euro die Rede war, seien eine ganze Reihe von Bieter ausgeschieden. Das Handtuch geworfen haben sollen unter anderem die Finanzinvestoren, die weniger Möglichkeiten haben, einen hohen Preis über Kostensynergien wieder hereinzuholen als ein direkter Wettbewerber.

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