Auktion treibt den Preis des Autovermieters hoch
Finanzinvestoren buhlen um Ford-Tochter Hertz

Der Autohersteller Ford steht kurz vor dem Verkauf seiner Autovermietung Hertz. Nach Informationen des „Wall Street Journal“ hat eine Gruppe von Großinvestoren unter der Führung der Buy-Out-Spezialisten Clayton Dubilier & Rice (CDR) die Nase vorn. Die Gruppe, zu der auch die Carlyle Group und Merrill Lynch Global Private Equity gehören, will angeblich 5,5 bis 6 Mrd. Dollar für Hertz zahlen und zusätzlich gut zehn Mrd. Dollar Schulden übernehmen.

je PORTLAND.Trotz der negativen Folgen des Wirbelsturms „Katrina“ für das Autovermietungsgeschäft trieb der Wettbewerb zwischen der CDR-Gruppe und einem weiteren Konsortium aus Bain Capital, Blackstone Group, Texas Pacific Group und Thomas H. Lee & Partners den Preis weiter in die Höhe. Autovermietungen sind für Auskauffirmen besonders attraktiv, denn sie erzielen einen hohen Cashflow und haben ein umfangreiches Finanzgeschäft. Der durch die Auktion in die Höhe getriebene Preis macht einen Verkauf für Ford attraktiver als die Entflechtung und separate Börsennotierung. Ford leidet unter Absatzproblemen und fallender Bonitätsbewertung und bekäme bei einem Verkauf zusätzlich Liquidität in die Kasse.

Hertz setzte im vergangenen Jahr 6,7 Mrd. Dollar um und ist für den zweitgrößten US-Autokonzern nicht nur ein konstanter Gewinnbringer, sondern auch einer der besten Kunden. In den ersten sechs Monaten 2005 umfasste die Hertz-Flotte im Schnitt 426 000 Fahrzeuge, der größte Teil davon Marke Ford. Überdies baute Hertz jüngst ihre Gerätevermietung, die im vergangenen Jahr 1,2 Mrd. Dollar erlöste, weiter aus.

Im Gegensatz zum Ramsch-Status der Mutter stehen Hertz-Schulden noch auf der untersten Investment-Grade-Stufe. Es wird davon ausgegangen, dass bei der Übernahme die Käufer Betriebsteile von Hertz verkaufen.

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