Aurubis-Beteiligung
Salzgitter denkt über Aufstockung nach

Noch im August erklärte der Salzgitter-Konzern, seine Beteiligung an der Kupferhütte Aurubis auf dem Niveau von 25 Prozent halten zu wollen. Jetzt erwägt der Stahlkocher offenbar doch den Zukauf weiterer Anteile.
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FrankfurtDer Salzgitter-Konzern erwägt nun doch, seine Beteiligung an Europas größter Kupferhütte Aurubis weiter auszubauen. In Abhängigkeit von der Marktentwicklung und den weiteren wirtschaftlichen Gegebenheiten könne Salzgitter innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte erlangen, teilte Aurubis am Freitag mit. Der Stahlkocher strebe jedoch nicht mehr als 30 Prozent der Stimmrechte und keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur von Aurubis an.

Ende August hatte Salzgitter noch erklärt, eine weitere Aufstockung der Anteile an Aurubis sei nicht geplant. Zuvor hatte der Stahlkocher seinen Anteil an Aurubis wieder über die wichtige Schwelle von 25 Prozent gehievt, mit der der Konzern Entscheidungen blockieren kann. Zuvor hatte der ThyssenKrupp-Konkurrent seinen Stimmrechtsanteil im Zuge der Kapitalerhöhung bei Aurubis zu Jahresbeginn von über 25 auf rund 23 Prozent verwässern lassen.

Salzgitter war 2008 bei Aurubis eingestiegen und hatte mit den Hamburgern eine Zusammenarbeit unter anderem bei der Forschung und im Einkauf vereinbart. Das Unternehmen ist der einzige strategische Investor bei Aurubis, der Rest der Anteile ist breit gestreut. Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann übernimmt zum 1. Oktober den Vorsitz des Aufsichtsrats des Hamburger Industriekonzerns.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Warum wird so etwas gemeldet? Normalerweise meldet der Übernehmer doch nicht, daß er übernehmen will. Schadet dem Preis! Das Ganze ist ein Ablenkungsmanöver, weil Fuhrmann ein massives Desaster bei Klöckner-Werke zu verbergen hat. Heute wurde gemeldet, daß das von ihm (!) gekaufte Unternehmen Klöckner/KHS massiven Personlabbau plant. Der Maschinenbauer bringt es - ganz im Gegensatz zum Konkurrenten Krones - fertig, selbst in der Hochkonjunktur tiefrote Zahlen zu schreiben. Klar, da wird die Presseabteilung beauftragt, mal eben irgendein Hirngespinst oder eine banale Sache zu veröffentlichen, auf die die Medien springn und die heutige imageschädigende Horrormeldung für Fuhrmann überdeckt!

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