Aurubis
Kupferhersteller kämpft mit schwacher Nachfrage

Der Hamburger Kupferproduzent Aurubis hat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Fertigung von Kupferprodukten gekürzt. Die Nachfrage in Europa bleibe 2013 voraussichtlich stabil, aber zufriedenstellend sei das nicht.
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Hannover/HamburgAurubis hat wegen der schwächeren Nachfrage die Herstellung von Kupferprodukten wie Vorprodukte für Kabel im September abgelaufenen Geschäftsjahr reduziert. Die Kapazitäten zur Produktion von Kathoden seien jedoch auch dank der guten Verfügbarkeit von Rohstoffen weiterhin voll ausgelastet, sagte Vorstandsmitglied Stefan Boel am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Für das kommende Jahr rechnet Boel mit einer stabilen Kupfernachfrage in Europa. "Das ist noch immer kein gutes Niveau, so dass wir unser Geschäft anpassen müssen".

Den Rückgang bei Kupferprodukten hat Aurubis bislang durch gute Geschäfte in der Erzeugung von Primärkupfer und dem Recycling wettmachen können. Die Kupferhütte kauft den Rohstoff bei den Minen ein und macht daraus Kathoden, die anschließend weiterverkauft oder von Aurubis selbst zu Gießwalzdraht oder Stranggussprodukten verarbeitet werden. "Wenn wir weniger Kupferprodukte herstellen, haben wir mehr Kupferkathoden für den europäischen und asiatischen Markt", sagte Boel. "Kupferprodukte werden wir nur herstellen, wenn wir Aufträge dafür haben".

Trotz des schwierigen Umfelds schließt der Hamburger Konzern weitere Zukäufe nicht aus. "Wenn wir Akquisitionen in Betracht ziehen, dann wohl eher für die Erzeugung von Primärkupfer, außerhalb Europas", sagte Boel.

Für die Herstellung von Kathoden kassiert der Konzern den Schmelzlohn, eine wichtige Ertragsquelle des Unternehmens, das in der Kathodenproduktion weltweit an Nummer zwei hinter der staatlichen chilenischen Codelco liegt. Aurubis rechnet hier mit einem Anstieg des Benchmark-Preises.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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