Gerade Europa gilt derzeit aber als letzter Rettungsanker, um rasch auf den Nachfrageschwenk in den USA reagieren zu können. Ford
-Konzernchef Alan Mulally erwägt, neben dem Fiesta und dem Transporter Transit Connect, die in den nächsten zwei Jahren auf den US-Markt kommen, auch die nächste Generation des europäischen Kompaktwagens Focus sowie des Mittelklassewagens Mondeo in einer US-Version in Nordamerika zu produzieren. Auch Wagoner hat mit der GM
-Tochter Opel noch einen Pfeil im Köcher. Der Astra rollt bereits seit Anfang dieses Jahres unter der GM
-Marke Saturn über die Straßen der USA, und Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hatte jüngst angeregt, auch den Opel Corsa in den USA anzubieten.
Chrysler indes kann nur auf seine jüngst beschlossene Kooperation mit Nissan
setzen. Nissan
wird für Chrysler in Japan Kleinwagen bauen, Chrysler für Nissan
im Gegenzug große Pick-ups in Mexiko. "Chrysler", sagt David Zoia von der Marktforschungsfirma Ward's, "ist in einer sehr schwierigen Lage". Längst machen Spekulationen die Runde, Chrysler stecke in einer Geldklemme. Die Finanzziele würden erreicht oder übertroffen, hält Chrysler-Manager Tom LaSorda entgegen. Der Hauptaktionär Cerberus habe "absolut keine" Absicht, das Unternehmen zu zerschlagen. Doch es spricht Bände, dass das überhaupt betont werden muss.
"Have fun out there", lautet der Werbespruch der Chrysler-Marke Jeep - "hab' Spaß da draußen". Die Geländewagen sollen auch auf holpriger Strecken und im schweren Gelände vorankommen. Dieses Jahr muss Chrysler beweisen, dass dies nicht nur für seine Autos gilt.

