Aus eins mach zwei
US-Pharmariese Abbott plant Aufspaltung

Der US-Pharmakonzern Abbott will sich zugunsten seines Wachstums und seines Börsenwertes aufspalten. Bis Ende 2012 soll die Trennung über die Bühne gegangen sein. Anleger feierten die Pläne mit einem Kursschub.
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New YorkDer amerikanische Pharmariese Abbott Laboratories spaltet sich auf und trennt seine Medizintechnik mitsamt des Generika-Geschäfts ab. Das Unternehmen mit weltweit rund 90.000 Beschäftigten verspricht sich davon ein schnelleres Wachstum und Aufwind für seinen Börsenwert. Die Trennung soll bis Ende 2012 abgeschlossen sein, wie Abbott am Mittwoch mitteilte. Die Anleger feierten die Umbaupläne mit einem Kursschub von mehr als vier Prozent.

Künftig werde es ein börsennotiertes Unternehmen geben, das sich auf pharmazeutische Produkte und biotechnologische Arzneimittel konzentriere, kündigte Abbott-Chef Miles White an. Eine zweite, ebenfalls gelistete Gesellschaft soll sich auf die Felder Medizintechnik und Diagnostika sowie auf Ernährungsprodukte und Generika ausrichten und den angestammten Namen „Abbott“ weiterführen. Wie das neue Pharma- und Biotechunternehmen heißen soll, steht noch nicht fest.

Die entstehende Medizintechnik-Gesellschaft würde derzeit auf Jahresumsätze von etwa 22 Milliarden Dollar kommen. Zu ihren wichtigsten Produkten dürfte der Herz-Stent Xience zählen, mit dem Abbott derzeit am Markt eine führende Position einnimmt. Für den Bereich wird ein prozentual zweistelliges Gewinnwachstum je Aktie angepeilt. Geleitet werden soll das Unternehmen vom bisherigen Abbott-Chef White, der im Konzern bereits seit 1998 im Chefsessel sitzt.

Auf rund 18 Milliarden Dollar Jahresumsatz würde die neue Pharma- und Biotechgruppe kommen. Zu ihren Schlüsselmedikamenten würde das derzeitige Top-Präparat von Abbott, das Präparat Humira gegen rheumatoide Arthritis, gehören. Mit der Arznei erwirtschaftete Abbott zuletzt Jahresumsätze von mehr als acht Milliarden Dollar im Jahr.

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