Aus für Regionaljet
Dornier-Rettung endgültig gescheitert

Die Rettung des insolventen Flugzeugbauers Fairchild Dornier mit seinem 728Jet-Programm ist endgültig gescheitert.

HB MÜNCHEN. Die Rettung des insolventen Flugzeugbauers Fairchild Dornier Aeroindustries mit seinem 728Jet-Programm ist endgültig gescheitert. Es sei nicht gelungen, einen Investor zu finden, sagte der in der Kanzlei des Insolvenzverwalters tätige Rechtsanwalt Stephan Ammann am Dienstag in München. Man habe „mit allen Großen“ der Branche gesprochen. Vor allem die Kosten zur Fertigstellung des Regionaljet-Programms, die auf 800 Millionen Euro geschätzt würden, hätten potenzielle Investoren abgeschreckt.

Die zuletzt noch 25 Mitarbeiter seien fast alle bereits gekündigt gewesen oder hätten selbst gekündigt und mittlerweile einen neuen Arbeitsplatz gefunden, sagte Ammann. Das Programm stand bereits seit längerer Zeit vor dem Aus. Nach der Pleite des ehemaligen Eigentümers Fairchild Dornier war die chinesische D'Long-Gruppe eingestiegen, die den Regionaljet ursprünglich in Deutschland fertigen wollte. Im Sommer dieses Jahres mussten aber die Chinesen selbst Insolvenz anmelden. Als Fairchild Dornier im April 2002 einen Insolvenzantrag stellte, hatte das Unternehmen noch 4300 Mitarbeiter, davon 3600 in Deutschland.

Die verbleibenden Teile fielen an den ursprünglichen Insolvenzverwalter Eberhard Braun zurück, der sich um die Verwertung kümmere, sagte Ammann. Das noch vorhandene Fremdeigentum werde zurückgegeben.

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