Aus Lagardere-Paket
Französische Staatsbank sichert sich EADS-Anteile

Die französische Staatsbank CDC übernimmt von der französischen Mediengruppe Lagardere inen Anteil von bis zu 2,25 Prozent am Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Ein entsprechendes Geschäft hatte sich schon angedeutet.

HB PARIS. Einer Kaufvereinbarung mit Lagardere habe die Bank zugestimmt, teilte die Caisse des Depots et Consignations (CDC) am Montag mit. Lagardere stellt insgesamt einen Anteil von 7,5 Prozent an EADS zum Verkauf.

EADS war im Jahr 2000 aus der Daimler-Chrysler-Tochter Dasa, der französischen Aerospatiale und der spanischen Casa aufgebaut worden. Auch Daimler-Chrysler hatte wie Lagardere in der vergangenen Woche angekündigt, sich von 7,5 Prozent seiner EADS-Aktien trennen zu wollen. Die beiden Unternehmen wollen sich künftig stärker auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren. Daimler-Chrysler hält künftig nur noch 22,5 Prozent und Lagardère 7,5 Prozent an dem Luftfahrt- und Rüstungskonzern.

Die Tageszeitung „Les Echos“ hatte am Montag berichtete, die CDC werde einen bedeutenden Anteil der von Lagardere angebotenen EADS-Aktien übernehmen. Ein Verkauf an CDC könne Frankreich dazu dienen, die Interessen des Landes im EADS-Konsortium zu wahren, berichtete die Zeitung weiter. EADS gehört bereits zu 15 Prozent direkt dem französischen Staat. Die Nachrichtenagentur Reuters relativierte den Zeitungsbericht allerdings kurze Zeit später. CDC habe Informationen aus Kreisen zufolge weniger als 1 Prozent der Anteile übernommen. Die Wahrheit liegt nach den offiziellen Angaben irgendwo dazwischen.

Daimler hat einen Bericht der französischen Tageszeitung „La Tribune“ zurückgewiesen, wonach der Autokonzern mit der KfW-Bank über einen Verkauf weiterer EADS-Anteile spricht. Das Unternehmen führe keine derartigen Gespräche, sagte ein Konzernsprecher. Auch eine KfW-Sprecherin wies den Bericht zurück: „Es gibt keine Gespräche mit Daimler-Chrysler“. In der Branche wird aber erwartet, dass sich der Automobilkonzern von weiteren Anteilen trennt, um die Verkaufserlöse in den Fahrzeugbau zu investieren. Allerdings gibt es wegen des EADS-Rüstungsgeschäfts erhebliche politische Hürden.

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