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Aus rückt näher: GM lehnt jüngste Pläne zur Saab-Rettung ab

Einer Übernahme des Autobauers Saab durch die Chinesen hat die einstige Mutter General Motors die Zustimmung verweigert. Jetzt erteilte der Konzern auch den revidierten Plänen eine Absage. Das Aus für Saab rückt näher.

Das Saab-Firmenlogo auf der Heckklappe eines älteren Saab 900. Quelle: dpa
Das Saab-Firmenlogo auf der Heckklappe eines älteren Saab 900. Quelle: dpa

DetroitGeneral Motors lehnt die jüngsten Pläne zur Rettung des schwedischen Autobauers Saab ab. Ein Konzernsprecher kündigte am Dienstag an, GM werde die Miteigentümerschaft eines chinesischen Finanzinstituts nicht akzeptieren. Es sei schwierig einen Verkauf von Saab zu unterstützen, der die Wettbewerbssituation von GM in China oder anderen Schlüsselmärkten belasten könnte. Damit rückt ein Ende der seit langem ums Überleben kämpfenden Traditionsmarke immer näher.

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Eine Zustimmung des Autoriesen ist notwendig, da Saab noch über wichtige Lizenzen und Verträge mit der ehemaligen Muttergesellschaft verbunden ist. Erst am Montag hatte der Saab-Eigner Swedish Automobile mitgeteilt, zur Rettung der früheren GM-Tochter ein Geldhaus aus der Volksrepublik mit ins Boot holen zu wollen.

Der Saab-Eigentümer Swedish Automobile hatte zuletzt angekündigt, er verhandele über einen Einstieg des chinesischen Autobauers Youngman und einer Bank aus der Volksrepublik. Schwedische Medien berichteten, Youngman solle 19,9 Prozent an dem insolventen Konzern übernehmen, das staatliche Geldinstitut Bank of China 29,9 Prozent. Dadurch würden die Chinesen nicht die Mehrheit an Saab übernehmen. Zuvor war geplant gewesen, dass Youngman und der chinesische Auto-Großhändler Pang Da das schwedische Unternehmen komplett kaufen.

Gegen die Komplettübernahme hatte der frühere Saab-Eigentümer, der US-Konzern General Motors (GM), Bedenken angemeldet. GM werde in diesem Fall seine Lizenzen für die gemeinsame Nutzung von Technologien zurückziehen und seine Zulieferungen für den Saab-Allradwagen 9-4X beenden, hatte der Konzern vor rund einem Monat erklärt.

Der niederländische Sportwagenbauer Spyker, der heute unter dem Namen Swedish Automobile firmiert, hatte Saab Anfang 2010 von GM übernommen, als der Konzern kurz vor der Pleite stand. Mittlerweile ruht die Produktion seit Monaten, die Angestellten warten auf ihre Gehälter.

Youngman und Pang Da hatten Ende Oktober eine Absichtserklärung abgegeben, derzufolge sie Saab für 100 Millionen Euro von Swedish Automobile übernehmen wollen. In den kommenden Jahren wollten die beiden Investoren ihrem Geschäftsplan zufolge 610 Millionen Euro in den Autobauer stecken. Nun müsste Pang Da außen vor bleiben.

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