Ausbau der Kooperation mit Russland
Wintershall verbucht Rekordergebnis

Der größte deutsche Öl- und Gasproduzent hat dank des anhaltend hohen Rohölpreises Gewinn und Umsatz im vergangenen Jahr kräftig gesteigert. Angesichts des weltweit wachsenden Energiehungers setzt Wintershall zudem auf eine verstärkte Kooperation mit Russland.

KASSEL. Unter dem Strich stehe für 2005 ein Überschuss nach Anteilen Dritter von 631 Mill. Euro in den Büchern, ein Plus von rund 31 Prozent binnen Jahresfrist, teilte die Öl- und Gastochter des Chemieriesen BASF am Dienstag in Kassel mit. Der Betriebsgewinn erhöhte sich auf 2,4 Mrd. Euro von 1,66 Mrd. Euro, womit das Kasseler Unternehmen auch 2005 den größten Beitrag zum BASF-Betriebsergebnis beisteuerte. Der Nettoumsatz - ohne Berücksichtigung der Erdgassteuer - stieg auf 8,385 (2004: 5,815) Mrd. Euro.

Für dieses Jahr erwarten die Kasseler einen weiterhin hohen Rohölpreis. „Da Wintershall auch in der Kursrelation zwischen Euro und US-Dollar keine gravierenden Unterschiede erwartet, rechnet das Unternehmen damit, dass das erfreuliche Erlösniveau auch auf Euro-Basis Bestand haben wird“, erklärte das Management. Einen konkreten Umsatz- und Ergebnisausblick legte Wintershall zunächst nicht vor.

Wintershall plant für 2006 eine höhere Fördermenge bei Erdgas und eine Ölförderung auf Vorjahresniveau. Die Produktion von Öl und Gas habe im vergangenen Jahr um 41 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000 gelegen, teilte Wintershall mit. Ein Großteil des Weges hin zur damals vorgegebenen Zielmarke einer 50-prozentigen Steigerung der Produktion bis 2010 sei daher bereits zurückgelegt worden.

2005 erhöhte Wintershall seine Öl- und Gasförderung um rund drei Prozent auf 14,9 Mill. Tonnen Öläquivalent. Dabei nahm die Ölförderung auf 8,75 (8,45) Mill. Tonnen zu und die Gasförderung auf 7,28 (6,92) Mrd. Kubikmeter.

Wintershall will in diesem Jahr in die Suche nach neuen und in den Ausbau bestehender Felder mehr als 450 Mill. Euro investieren, davon 120 Mill. in der südlichen Nordsee, kündigte das Unternehmen an. Die Erdgashandelsgesellschaft Wingas, ein Joint Venture mit dem russischen Gasriesen Gazprom, wolle 2006 rund 200 Mill. Euro in den Ausbau der Infrastruktur in Deutschland und Europa investieren. Als erstes ausländisches Unternehmen starte Wintershall in diesen Tagen mit der Gasförderung in Sibirien, sagte der Vorstandsvorsitzende Reinier Zwitserloot am Dienstag in Kassel.

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