Ausbildung der Mitarbeiter
Ticken im Toyota-Takt

Nicht zu langsam, nicht zu schnell – die Ausbildung der Mitarbeiter ist ein Erfolgsbaustein des japanischen Autobauers Toyota. Um gute Produkte herzustellen, so die die Konzernphilosophie, braucht man auch gut ausgebildete Menschen. Ein Besuch in den Kaderschmieden des Konzerns.

TOKIO. Ein Metronom gibt den Rhythmus vor – laut und eindringlich. Der junge chinesische Arbeiter mit weißer Baseballkappe nimmt Muttern von einem blauen Plastikhalter und schraubt sie auf einem Brett fest. „Im Takt bleiben“, ermahnt ihn ein Japaner mit schwarzer Kappe, die ihn als Ausbilder kennzeichnet. Zu hastig arbeiten sei noch schlechter als zu langsam, erklärt er dem Mann Anfang zwanzig. Unregelmäßigkeiten führen zu Störungen, und Störungen schlagen auf die Qualität. Und bei schlechter Qualität steht wiederum das Renommee des gesamten Konzerns auf dem Spiel.

Willkommen bei Toyota, dem größten Autohersteller der Welt, der Maßstäbe setzt bei effizienter Produktion und Kundenzufriedenheit, bei Kosten und Service. Willkommen bei der einzig wahren Welt AG, die an der Börse mit 170 Milliarden Euro bereits dreimal mehr wert ist als Daimler-Chrysler.

Heute hat Toyota seine Jahresbilanz vorgestellt. Und die fiel erwartungsgemäß grandios aus. Mit einem Gewinn von 13,5 Milliarden Euro feiert der Konzern den siebten Rekord in Folge und lässt damit erneut den Rest der Branche weit hinter sich.

Einer der Gründe für den Erfolg: die Personalpolitik des Unternehmens – im Kleinen zu besichtigen im „Global Production Center“ auf dem Gelände des Hauptwerks in Zentraljapan. Zum Takt eines Metronoms lernt dort eine Elite von Fließbandarbeitern aus aller Welt, wie Fahrzeuge gebaut werden, die die hohen Qualitätskriterien erfüllen.

An einer Wand hängt eine Übersicht der mehr als 150 Seminarteilnehmer mit Foto und Heimatwerk. Die Fläche ist voller chinesischer Namen, ein paar Schildchen von Europäern hängen am Rande.

Mit dem Training des Personals kam Toyota in den vergangenen Jahren kaum hinterher – zu schnell ist der Konzern gewachsen. 1990 kamen die Japaner auf gerade mal 20 Produktionsstandorte in 14 Ländern. Heute sind es 53 Fabriken in 26 Ländern. Auf der Toyota-Weltkarte sind fast alle Kontinente mit bunten Punkten übersät, die Vertriebsgesellschaften, Forschungszentren und Verteilzentren des Konzerns markieren.

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