Ausblick 2012
Deutsche Autobauer peilen Rekordjahr an

Bereits heute gehört jedes fünfte verkaufte Auto auf der Welt zu einer deutschen Marke. Der Automobilverband VDA sieht vor allem in den USA weiteres Wachstumspotenzial.
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StuttgartDie deutsche Automobilindustrie sieht sich weiter auf Wachstumskurs. „Ich bin zuversichtlich, dass 2012 die Marktanteile der deutschen Hersteller weiter steigen“, sagte Matthias Wissmann, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), der „Stuttgarter Zeitung“. Die deutschen Hersteller und Zulieferer seien am Weltmarkt gut positioniert. Jedes fünfte Auto, das auf der Welt verkauft werde, zähle zu einer deutschen Konzernmarke, sagte Wissmann.

Er erwartet 2012 insbesondere eine Belebung des amerikanischen Automarkts. Dort gebe es einen beträchtlichen Nachholbedarf, da das Durchschnittsalter der US-Flotte mittlerweile zwischen zehn und elf Jahren liege. Die Schwierigkeiten auf dem amerikanischen Immobilien- und Arbeitsmarkt hätten die Autohersteller nicht so stark betroffen wie befürchtet, sagte Wissmann.

So will der Premiumhersteller Audi in den kommenden Jahren sogar mehr investieren als bislang geplant. Bis 2016 werde die Volkswagen-Tochter das Investitionsbudget für Standorte und neue Modelle sowie Zukunftstechnologien wie Elektro- und Hybridantriebe um zwei auf 13 Milliarden Euro aufstocken, teilte das Unternehmen mit. Weltweit schuf Audi 2011 rund 3 500 neue Stellen, mehr als je in einem Jahr zuvor.

Auch die Beschäftigten der Konzern-Mutter Volkswagen können ohne große Sorgen um ihren Job den Jahreswechsel feiern. "Wir als Betriebsrat sind der Auffassung, dass der Absatz 2012 - wenn es nicht so toll läuft - auf dem gleichen Niveau wie 2011 liegen wird", sagte Betriebsratschef Bernd Osterloh der Nachrichtenagentur Reuters. Am Stammsitz in Wolfsburg seien alle Verträge mit Leiharbeitern, die bei Produktionsspitzen eingesetzt werden, bis Anfang 2013 verlängert worden. Eine sinkende Nachfrage erwartet VW demnach nicht.

Bei Porsche laufen die Bänder im Werk Leipzig mittlerweile sogar nachts. Laut Betriebsratschef Uwe Hück sollen 2012 mehr als 38 000 Autos pro Jahr am Stammsitz in Zuffenhausen gebaut werden, das wäre ein neuer Rekordwert.

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  • Das ihr Hurra-Bericht genau im Gegensatz zum Artikel über den Automarkt 2012 im HB vor einigen Tagen steht - Schwamm drüber, eine Zeitung füllt sich nicht leicht. Das ist harte Arbeit.
    Wo liegen die Chancen, wo liegen die Gefahren der Automobilbranche 2012?
    Volkswagen hat Chancen in Osteuropa, USA, Asien, Südamerika sie werden sich in Europa analog des Gesamtmarktes verhalten, sinkt dieser, wird auch Volkswagen Stückzahlen verlieren, steigt dieser, dann wir auch Volkswagen steigern.
    BMW ist auf dem Weg zum Image-leader worldwide. Mit ihrem Sortiment werden sie wachsen überall.
    Mercedes lebt von seinem Nimbus, der zunehmend von BMW und Audi angekratzt wird. Das Produktsortiment ist nicht berauschend und die Technik hinkt den beiden anderen hinterher. Mercedes neigt dazu seine Autos mit Features zu überlasten. Sie müssen aufpassen, dass sie nicht noch mehr an Boden verlieren. Bei einem rückläufigen Luxussegment wird Mercedes als erster den Verlust spüren.
    Jaguar, Lincoln, Cadillac, Lexus, Infiniti, Acura, Ferrari, Lamborghini, Maseratti, Bentley, Rolls R. und dergleichen werden weltweit betrachtet Nichenprodukte bleiben.
    Peugeot, Renault, Fiat, Seat, Citroen werden es schwer haben, da stark in Südeuropa.
    Nissan, Kia, Hyundai, Honda, Toyota werden hart kämpfen in Asien und Nordamerika, wobei die 3 erstgenannten mehr Erfolg haben werden als Honda und Toyota.
    Subaru, Suzuki, Volvo, Mazda geraten vielleicht zwischen die Mühlen des harten Wettbewerbs, in Europa zu unprofiliert, in China zu unbedeutend, in USA unprofiliert.
    GM, Ford, profitieren vom starken Heimmarkt, wobei GM auch von China profitiert, aber mit Opel es weiterhin schwer haben wird (Südeuropa!) Chrysler hat neue Luft durch Fiat erhalten. Wenn diese verpufft ist wird es so sein wie zu Daimlers Zeiten.
    Die Märkte in Osteuropa, Asien, Südamerika und Nordamerika werden wachsen, Europa wird schrumpfen. Die deutschen Hersteller werden ihre Marktanteile ausbauen können.

  • Ach Gottle, sind sie doch nicht so pingelig.
    Nicht das HB wird sich ändern, sondern Sie müssen Ihre Einstellung ändern. Sie müssen doch anerkennen, daß es eine Leistung ist, heute so und morgen umgekehrt zu schreiben. Das nennt man Flexibilität. Übernehmen Sie die Einstellung "Was schert mich mein Geschreibsel von Gestern?"
    Sie sollten sich schlecht fühlen, wenn man Ihnen nicht einmal am Tag ein Verhalten von Ihnene eine Chuzpe nennt, oder "der traut sich was". Scheren Sie sich nicht um Ihre Freunde/Kunden. Mag ja sein, daß dieses Verhalten früher negativ war, aber wenn der Ruf erst ruiniert ist, dann lebt es sich doch ganz ungeniert. Und als Drecksack sind Sie plötzlich ein angesehener Mann in diese Land. Als Held werden Sie in Quatschshows eingeladen und da sitzt neben Ihnen sicherliche einem Vertreter der Medien, z.B. Chefredakteur, Publizist, ehem. Pressechef, oder auch nur aktueller Alkoholiker. Achten Sie auf seine Worte - die selbstverständlich goldene sind - er sagt Ihnen und den Tausenden am TV-Gerät was richtig ist. Und vielleicht erfahren Sie dann daß es einen Megatrend gibt, charakterlich anständig Qualität zu liefern. Aber das kann morgen ganz anders sein. Vielleicht erzählt uns der gleiche Wichtige, daß alle Deutschen (ja, ja, nicht nur ein paar Deutsche sodern immer alle 83 Mio.!) an der Syphilis oder am BurnOutSyndrom "leiden". Lernen Sie: Tun Sie immer so, als ob Ihr Thema gaaaanz wichtig ist. Auch wenn es nicht so ist, dann behaupten Sie es einfach. Differenzieren Sie nicht, sondern sagen Sie immer "wir alle".
    Also, Veränderungen beginnen im Kopf. Leben sie enthemmt und lassen alle alten Regeln hinter sich. Die Regeln bestimmen Sie selbst.

  • Sie müssen sich mal entscheiden. Vor wenigen Tagen wurde an gleicher Stelle begründet, warum 2012 ein Krisenjahr für die deutschen Autohersteller wird und woran man das jetzt schon erkennen kann.

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