Ausblick bestätigt
Air Liquide legt beim Umsatz zu

Obwohl Air Liquide im ersten Quartal des laufenden Jahres mehr umgesetzt hat als noch vor Jahresfrist blieb der der weltweit führende Industriegaseproduzent unter den Erwartungen der Analysten. An der Pariser Börse büßte die Aktie des Linde-Konkurrenten nach der Mitteilung im frühen Handel 0,44 % auf 136,20 € ein.

HB PARIS. Der Umsatz im Auftaktquartal 2005 sei um 13,3 % auf 2,476 Mrd. € gestiegen, teilte der französische Konzern am Donnerstag mit. Dabei konnten eine gute Nachfrage in Asien sowie die regen Verkäufe von Wasserstoff negativen Faktoren wie dem nur mageren Wachstum in Europa und Wechselkursschwankungen entgegenwirken. Befragte Analysten hatten allerdings im Schnitt mit 2,529 Mrd. € gerechnet. Zugleich bekräftigte Air Liquide die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr. Für 2005 rechne das Unternehmen mindestens mit der im vergangenen Jahr erreichten Steigerung des Nettogewinns von 7,1 %. Die Umsätze sollten in den kommenden drei bis fünf Jahren zwischen sieben und neun Prozent wachsen, hieß es.

Zu konstanten Wechselkursen und ohne Erdgaspreiseffekte sowie ausgenommen Zukäufe und Abspaltungen hätten die Erlöse im ersten Quartal 3,8 % zugelegt, teilte der Industriegasespezialist mit. Die vom Konkurrenten Messer Griesheim übernommenen Geschäfte steuerten nach Firmenangaben 9,5 % zum Umsatz der Sparte Gase und Service bei. Air Liquide hatte die Aktivitäten von Messer Griesheim in Deutschland, Großbritannien und den USA erworben.

Obgleich der Konzernumsatz unter den Analystenerwartungen blieb, lag nach Angaben der Konzernspitze der Umsatz der Sparte Gase und Service - sie macht fast 90 % der Gesamtumsätze aus - im Rahmen der Expertenprognosen. „Die gute Performance ist mit dem anhaltenden Wachstum aus den am stärksten dynamischen geographischen Regionen verknüpft (...) und die strategischen Aktivitäten steuern aktiv bei“, sagte Vize-Präsident Jean-Claude Buono zu Reuters.

Das Wasserstoff-Geschäft habe sich rapide in Europa und in den Vereinigten Staaten entwickelt, während in Asien erneut starkes Wachstum, insbesondere im Bereich Elektronik, verzeichnet worden sei. Wasserstoff zählt zu den vielversprechendsten Produkten des Konzerns. Das Gas wird unter anderem in Raffinerien zur Entschwefelung von Benzin und Diesel benötigt. Angesichts der strikter werdenden Umweltauflagen rechnen Experten auch künftig mit steigender Nachfrage nach dem Gas. Die Elektronik-Sparte produziert hochreine Spezialgase zur Herstellung etwa von Halbleitern.

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