Ausgelieferte Fahrzeuge August
Mercedes triumphiert über BMW

In der jüngsten Vergangenheit hatte sich eine neue Reihenfolge bei den deutschen Oberklasse-Herstellern eingeschlichen: BMW lag regelmäßig mit seinen Verkäufen vor dem Erzrivalen Mercedes. Vorbei! Den zweiten Monat in Folge überholten die Stuttgarter die Münchener. Doch auch in Schwaben ist nicht alles so rosig.

HB STUTTGART. Die Mercedes Car Group – zu der die Marken Mercedes-Benz, Smart und Maybach gehören – verkaufte im vergangenen Monat 88 600 Fahrzeuge, das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Daimler-Chrysler am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Seit Jahresbeginn beläuft sich der Zuwachs auf 6,9 Prozent.

Erneut zogen vor allem die Verkaufszahlen des Flaggschiffs Mercedes an. Von der Marke mit dem Stern wurden im vergangenen Monat weltweit 81 700 Einheiten verkauft, ein Plus von 3 Prozent. Als Grund nennen Experten vor allem die verjüngte Modellpalette.

Der BMW-Konzern mit seinen Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkaufte dagegen den zweiten Monat in Folge weniger Autos als die Stuttgarter. Der Absatz des Münchener Autokonzerns brach verglichen mit dem Vorjahresmonat um 11 Prozent auf 88 400 Einheiten ein.

Mini-Fabrik wird umgebaut

Der Konzern führte den Rückgang auf laufende Modellwechsel zurück. So dauerten die Baumaßnahmen im Werk Oxford weiter an. Hier wird das Kultauto Mini gebaut. Mit dem anstehenden Modellwechsel soll auch die Kapazität der Fabrik erhöht werden. Im August belief sich der Rückgang bei den Mini-Verkäufen auf fast 16 Prozent; nur noch 11 832 Fahrzeuge wurden verkauft. Bei der Stammmarke BMW ging die Zahl der Auslieferungen in dem Monat um gut 10 Prozent auf 76 502 zurück.

Wegen eines starken ersten Halbjahres verzeichnete der BMW-Konzern in den ersten acht Monaten des Jahres dennoch ein Absatzplus. Die Zahl der Verkäufe stieg um 3,8 Prozent auf 889 345. Trotz der Einbußen gegen Ende betonte Vertriebsvorstand Michael Ganal: „Der Absatz der BMW-Group entwickelt sich im bisherigen Jahresverlauf im oberen Bereich unserer Planungen.“ Der Konzern rechne auch weiterhin im Gesamtjahr mit einem neuen Absatzrekord. Es gilt, die 1,3 Mill. verkauften Fahrzeugen aus dem Jahr 2005 zu übertreffen.

Im Gesamtjahr liegt BMW noch vorne

Erzrivale Daimler-Chrysler steuert ebenfalls auf neue Bestmarken zu, auch wenn die Stuttgarter bedingt durch einen schwächeren Jahresauftakt insgesamt noch hinter den Münchenern herhinken. Während die Hauptmarke Mercedes von Januar bis August 739 800 Fahrzeuge an den Kunden brachte, schaffte es BMW mit seiner Stammmarke auf 760 237 Autos. Allerdings holte Mercedes mit einem Plus von 11 Prozent gegenüber BMW mit einem Absatzplus von 6 Prozent kräftig auf. Gut verkauft hat sich bei Mercedes erneut die neue S-Klasse. Trotz hoher Benzinpreise legte die Marke auch bei den hochmotorisierten Geländewagen stark zu, allen voran der ML-Klasse.

Es bleiben aber zwei Wehrmutstropfen für die Stuttgarter: In Deutschland alleine sanken die Verkaufszahlen der Mercedes Car Group im August um knapp 10 Prozent auf 26 000 Fahrzeuge. Und vom Kleinwagen Smart, dessen viertürige Version unlängst eingestellt wurde, setzten die Stuttgarter weltweit 18,2 Prozent weniger ab.

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