Ausländische Banken im Visier: Parmalat-Ermittler befragen Deutsche-Bank-Vertreter

Ausländische Banken im Visier
Parmalat-Ermittler befragen Deutsche-Bank-Vertreter

Der Skandal um den Milchriesen Parmalat zieht immer weitere Kreise. Die Ermittler haben nun erstmals auch ausländische Banken ins Visier genommen. Auch Vertreter der Deutschen Bank wurden befragt.

HB PARMA/FRANKFURT. Dabei hätten Staatsanwälte nach der Rolle der Deutschen Bank bei der Ausgabe einer Parmalat-Anleihe gefragt, hieß es aus Kreisen der Ermittler. Die Anleihe hatte die Bank wenige Monate vor der Insolvenz des achtgrößten italienischen Industriekonzerns im Dezember begeben. Die Deutsche Bank nahm zum Inhalt des Gesprächs nicht Stellung. Sie hatte zuvor ihre Bereitschaft bekräftigt, mit den Aufsichtsbehörden in vollem Umfang zu kooperieren. Vertreter der Staatsanwaltschaft kamen auch mit einem Anwalt der US-Bank Citigroup zusammen. Auch zum Inhalt dieses Gesprächs wurde nichts bekannt.

Das Gespräch der italienischen Staatsanwälte in Parma mit vier Vertretern der Deutschen Bank dauerte mehr als eine Stunde. Dabei sei auch über eine zehnjährige Anleihe über 350 Mill. € gesprochen worden, die Parmalat noch im September unter Führung der Deutschen Bank begeben hatte und die von den Ratingagenturen damals als vergleichsweise sicher eingestuft worden war. Die Anleiheschulden von Parmalat belaufen sich auf knapp sieben Mrd. €.

Nach Einschätzung von Rechtsexperten könnten Investmentbanken, die Parmalat beim Verkauf von Anleihen an US-Investoren unterstützten, möglicherweise für Verluste haftbar gemacht werden. Voraussetzung sei, dass es Grund für den Verdacht gebe, dass die Bilanzen des Unternehmen gefälscht gewesen seien.

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