Auslandsexpanion geplant: Enel erwägt Gebot für französische Suez

Auslandsexpanion geplant
Enel erwägt Gebot für französische Suez

Italiens größter Energieversorger Enel erwägt, den französischen Konkurrenten Suez zu kaufen.

HB ROM. Die geplante Übernahme der belgischen Suez-Tochter Electrabel schließe auch ein Gebot für den Mutterkonzern nicht aus, sagte Konzernchef Fulvio Conti am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Enel wolle im Ausland expandieren.

Aus Kreisen des Unternehmens hieß es, der Konzern erwäge, seine Gelder für Akquisitionen auf 20 Milliarden Euro von 15 Milliarden Euro aufzustocken. Für ein mögliches Gebot für Suez werde zudem ein zweiter Investor gesucht, der das Wassergeschäft des Konzerns übernehmen wolle. Hieran habe Enel kein Interesse. Marktgerüchten zufolge plant Enel mit der französischen Veolia, Suez unter sich aufzuteilen. Suez war zunächst für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Die Aktien des französischen Versorgers gewannen bis zum Nachmittag knapp sechs fünf Prozent an Boden. Die Marktkapitalisierung von Suez beläuft sich auf rund 38,4 Milliarden Euro, zwei Drittel davon entfallen auf die Wassersparte. Enel wird an der Börse mit 43,2 Milliarden Euro etwas höher als Suez bewertet.

Enel kündigte am Mittwoch außerdem an, möglicherweise mit der spanischen Gas Natural gemeinsam für die spanische Endesa bieten zu wollen, an auch der deutsche Energiekonzern Eon interessiert ist. Die restriktive italienische Gesetzgebung gestattet es Enel nicht, im eigenen Land zu wachsen.

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