Auslandsgeschäft floriert
Milder Winter kann Eon nur wenig anhaben

Der Versorger Eon hat trotz des milden Winters sein Ergebnis im abgelaufenen Quartal deutlich gesteigert. Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) wuchs um 21 Prozent auf 3,32 Mrd. Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

dpa-afx DÜSSELDORF. Profitierten konnte Eon von höheren Energiepreisen in Europa sowie einem höheren Stromabsatz. Der Gasabsatz ging wegen der milden Temperaturen in den Monaten Januar bis März um acht Prozent zurück.

Der Konzernumsatz kletterte um sechs Prozent auf 21,1 Mrd. Euro und der bereinigte Überschuss um ein Drittel auf 1,97 Mrd. Euro. Mit seiner Quartalsbilanz übertraf Eon die Erwartungen der Experten zum Teil deutlich. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Ebit in Höhe von 2,92 Mrd. Euro und einem Umsatz von 21,73 Mrd. Euro gerechnet. Den Überschuss hatten sie bei 1,86 Mrd. Euro gesehen.

Den größten Zuwachs wies das Geschäft in Großbritannien aus, wohingegen der Umsatz in Zentraleuropa stagnierte. "Die Ergebnissteigerung des ersten Quartals haben wir zum ganz überwiegenden Teil im Ausland erwirtschaftet", teilte Vorstandschef Wulf Bernotat mit. In Deutschland wirkten sich hingegen stärker politische und regulatorische Belastungen aus. Bernotat bekräftigte vor diesem Hintergrund die Konzernstrategie, wonach die Aktivitäten im Ausland durch Akquisitionen gestärkt werden sollen.

Eon bestätigte seine in der vergangenen Woche angehobene Prognose, wonach das bereinigte Ebit sowie der Überschuss des Vorjahres übertroffen werden soll. Allerdings würden nicht alle Konzernteile zum Wachstum beitragen, hieß es. Im vergangenen Jahr hatte der Konzern einen operativen Gewinn von 8,15 Mrd. Euro und einen bereinigten Überschuss von 4,39 Mrd. Euro erzielt.

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