Auslandsoffensive
Yello Strom geht ins Ausland

Erstmals geht ein deutscher Billig-Stromanbieter ins Ausland. Yello Strom wird nach Informationen des Handelsblatts ab Montag seine Leistungen in Schweden anbieten. Branchenkreise erwarten, dass Schweden nur der Anfang einer Auslandsoffensive von Yello ist.

STUTTGART. Das Tochterunternehmen des Versorgers Energie Baden-Württemberg (EnBW) wollte dies auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Yello wurde 1999 als EnBW-Tochter gegründet und hat inzwischen 1,3 Mill. Kunden, weit mehr als jede andere Billig-Strommarke in Deutschland. Die Schwaben wilderten unter Führung von Yello-Chef Peter Vest bislang sehr erfolgreich in Nordrhein-Westfalen, dem Terrain der beiden größten deutschen Energiekonzerne Eon und RWE.

Die Wahl von Yello fiel auf Schweden, weil dort die Liberalisierung des Strommarktes wesentlich stärker fortgeschritten ist als in Deutschland. Die Wechselquote beim Strom liegt bei über 40 Prozent. In Deutschland liegt dieser Wert nur bei rund sieben Prozent. Insgesamt gibt es in Schweden rund fünf Millionen Stromkunden, in Deutschland sind es mehr als 40 Millionen.

Yello reagiert auf den wachsenden Konkurrenzdruck. Vor wenigen Monaten hatte erst Eon mit der Gründung der Billigtochter „E wie einfach“ auf die anhaltenden Provokationen aus dem Süden der Republik reagiert. Die Eon-Tochter bietet neben Strom auch Gas zu Billigtarifen an. Der scheidende EnBW-Chef Utz Claassen hatte schon im April den Einstieg der Tochter Yello in den Gasmarkt für Anfang Oktober angekündigt.

Martin-Werner Buchenau
Martin-W. Buchenau
Handelsblatt / Korrespondent
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%