Industrie

_

Auslieferungsstopp bei Novartis: „Impf-Chaos“ nach Rückrufaktion

N ach einem groß angelegten Rückruf von 750.000 Dosen Grippeimpfstoff der Firma Novartis wird in Deutschland mitten in der Impfsaison ein Engpass befürchtet. Behörden warnen jedoch vor Panik.

Der Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe in Italien und der Schweiz hat möglicherweise auch Auswirkungen in Deutschland. Quelle: dapd
Der Verkaufsstopp für Grippeimpfstoffe in Italien und der Schweiz hat möglicherweise auch Auswirkungen in Deutschland. Quelle: dapd

BerlinNach dem Auslieferungsstopp für Grippeimpfstoffe der Firma Novartis warnen Ärzteverbände vor Problemen bei der Versorgung der Bevölkerung. "Wir drohen, auf einen Engpass bei der Grippeschutzimpfung zumindest in Teilen Deutschlands zuzusteuern", erklärte Regina Feldmann, Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), am Freitag in Berlin.

Anzeige

Am Donnerstag hatte das zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) des Bundes die Auslieferung von mehreren Chargen zweier Novartis-Grippeschutzimpfstoffe vorsorglich gestoppt. Ausflockungen und damit verbundene Nebenwirkungen könnten nicht ausgeschlossen werden. Meldungen über entsprechende Vorkommnisse habe es in Deutschland bislang aber nicht gegeben, betonte das Institut. Zuvor hatten bereits die Schweiz, Österreich sowie Italien und Frankreich die Auslieferung gestoppt.

Pharmabranche

In Deutschland sind nach Angaben des Instituts in dieser Grippesaison 16 Impfstoffe zugelassen und bislang mehr als 14 Millionen Dosen freigegeben worden. Von dem Stopp der beiden Novartis-Präparate sind nach Angaben eines Sprechers des Bundesgesundheitsministeriums vom Freitag etwa 750.000 Dosen betroffen.

"Derzeit steht zu wenig Impfstoff zur Verfügung", kritisierte Feldmann. Schuld daran seien unter anderem auch die Exklusivlieferverträge, die einzelne Krankenkassen in diesem Jahr mit bestimmten Anbietern geschlossen hätten.

Auch der Ärzteverband NAV-Virchow-Bund wies den Kassen eine Mitverantwortung zu. Sie hätten in einigen Regionen aus Kostengründen nur Lieferverträge mit Novartis abgeschlossen, alternative Anbieter stünden nun nicht bereit, erklärte NAV-Virchow-Bundeschef Dirk Heinrich. Die Kassen hätten die Versorgung der Patienten "auf fahrlässige Art und Weise" gefährdet, um Einsparungen erzielen zu können.

Pharmabranche Welche Firmen im Medikamente-Geschäft mitspielen

  • Pharmabranche: Welche Firmen im Medikamente-Geschäft mitspielen
  • Pharmabranche: Welche Firmen im Medikamente-Geschäft mitspielen
  • Pharmabranche: Welche Firmen im Medikamente-Geschäft mitspielen
  • Pharmabranche: Welche Firmen im Medikamente-Geschäft mitspielen

Nach Angaben von Heinrich kam es bereits vor dem aktuellen Auslieferungsstopp in Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg zu regionalen Versorgungsengpässen, weil der Pharma-Konzern Novartis nicht ausreichend Impfstoffe habe liefern können. "Andere Anbieter, die in der Ausschreibung unterlegen sind, haben ihre Produktionskapazitäten zurückgefahren und können nun nicht im ausreichenden Maße einspringen." An dem Fall werde damit deutlich, wie die "zunehmende Ökonomisierung des Gesundheitssystems zu Lasten der Versorgungssicherheit geht", betonte der Vorsitzende des Ärzteverbands.

Rangliste Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber

  • Rangliste: Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber
  • Rangliste: Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber
  • Rangliste: Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber
  • Rangliste: Das sind die größten Gesundheits-Arbeitgeber

Das Bundesgesundheitsministerium bat das Paul-Ehrlich-Institut, mit den Kassen und den Herstellern Gespräche über die Frage der Impfstoffversorgung aufzunehmen. Sie sollten in der nächsten Woche stattfinden, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag. Eine PEI-Sprecherin erklärte, das Institut sei üblicherweise nicht in die Impfstoffverteilung eingebunden, werde aber helfen, wo immer dies möglich sei. Denkbar sei unter Umständen, Impfdosen je nach tatsächlichem Bedarf zwischen Bundesländern und Regionen auszutauschen oder Impfdosen aus dem Ausland zu besorgen, um lokale Engpässe zu kompensieren.

Eine Grippeschutzimpfung soll gegen Influenza-Erkrankungen schützen und muss jedes Jahr wiederholt werden. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Grippeschutzimpfung in erster Linie älteren Menschen über 60 Jahre, chronisch Kranken mit schweren Grundleiden, medizinischem Personal sowie Schwangeren.

  • 05.11.2012, 16:32 UhrTsais

    Ja wirklich, Deutsche Buerger, hoert auf euch gegen Grippen impfen zu lassen. Esst lieber vitaminreiche Nahrung und steht hin und wieder vom Sofa auf, dann rafft euch auch keine Grippe dahin.

    Ihr bring euch mit diesem kostentreibenden Unsinn irgendwann um eure Krankenversicherung.

    Wann merkt ihr das die Terroristen nicht in Afganistan sitzen sondern in den Vorstaenden von Banken und Pharmakonzernen?

  • 26.10.2012, 16:24 UhrImpfenneindanke

    Wer sich ein wirkloses Gift spritzen lässt, dem ist eh nicht mehr zu helfen. Danke liebe Eugeniker, aber zumindest nicht mit mir.

    http://www.gesundheitlicheaufklaerung.de/masern-virus-100-000-euro-belohnung

    http://www.naturalnews.com/036220_vaccinated_children_disease_allergies.html

    http://www.naturalnews.com/035431_vaccine_ingredients_side_effects_MSG.html

  • Die aktuellen Top-Themen
Medienbericht: Google will W-Lan-Netze in Schwellenländern aufbauen

Google will W-Lan-Netze in Schwellenländern aufbauen

Die Hälfte der Menschheit hat keinen Zugang zum Internet. Der Suchmaschinenriese Google will das ändern und in Schwellenländern Afrikas und Asiens Netze aufbauen. Ganz uneigennützig sind die Pläne nicht.

IT-Sicherheit: Telekom will besseren Schutz gegen Cyberangriffe anbieten

Telekom will besseren Schutz gegen Cyberangriffe anbieten

Die Deutsche Telekom will neue Sicherheitsprodukte für Unternehmen auf den Markt bringen und so einen besseren Schutz vor Cyberangriffen bieten. Dazu wird eine eigene Einheit innerhalb des Konzerns gegründet.

Fernbus-Markt: Ab November geht der ADAC-Postbus auf Reisen

Ab November geht der ADAC-Postbus auf Reisen

Früher kam die Post mit der Kutsche. Jetzt kommt sie mit dem Bus: Zusammen mit dem Verkehrsclub ADAC drängt das Unternehmen auf den Fernbusmarkt. Bereits für 2014 hat sich die Deutsche Post ein ehrgeiziges Ziel gesteckt.

  • Business-Lounge
Business-Lounge: Die großen Auftritte der Entscheider

Die großen Auftritte der Entscheider

Premieren, Feste, Symposien oder Jubiläen – es gibt viele Anlässe, bei denen die Größen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Verfolgen Sie die Auftritte in Bildern.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DEUTSCHLANDS ANZEIGENPORTAL FÜR UNTERNEHMENS-VERKAUF UND UNTERNEHMENSNACHFOLGE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Verkaufsangebote Verkaufsgesuche




 

.