Ausrüster fordert zwei Millionen Euro Schadensersatz
Puma und Fifa streiten erneut um Trikot-Einteiler

Im Trikotstreit zwischen dem Ausrüster Puma und dem Fußball-Weltverband Fifa will das Landgericht Nürnberg erneut mündlich verhandeln. Bei dem noch nicht feststehenden Termin sollen mögliche kartellrechtliche Probleme erörtert werden, teilte ein Justizsprecher mit.

HB NÜRNBERG. Puma fordert von der Fifa zwei Millionen Euro Schadensersatz. Der Fußball-Weltverband hatte beim letztjährigen Africa-Cup die von Puma entwickelten einteiligen Sporttrikots der Fußball-Nationalmannschaft Kameruns verboten.

Bei der ersten Verhandlung am 6. April hatten die Anwälte der Fifa eine Frist erhalten, innerhalb derer sie sich zu kartellrechtlichen Fragen des Falles äußern sollten. Diese Stellungnahme liege nun vor, teilte der Sprecher mit. Zum Prozessauftakt hatte die 3. Zivilkammer erkennen lassen, dass sie das Verbot der Einteiler für kartellrechtswidrig hält. Die Fifa habe im Fall Puma die Regeln zur Bekleidung von Fußballspielern willkürlich ausgelegt.

Der Weltverband hatte Kamerun ursprünglich mit dem Abzug von sechs Punkten in der WM-Qualifikation bestraft, dieses Urteil später aber aufgehoben. Bestehen blieb allerdings eine Geldstrafe von 200 000 Schweizer Franken (130 000 Euro), die Puma für den Fußballverband von Kamerun beglich.

Der Konzern seinerseits argumentiert, dass die Fifa die einteiligen Trikots bereits ein dreiviertel Jahr vor dem Afrika- Cup gekannt habe. Das Verbot sei dann völlig überraschend gekommen. Puma vermutet eine Einflussnahme des Konkurrenten adidas.

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