Außerordentliche Hauptversammlung: Spanien darf Anteile an EADS abgeben

Außerordentliche Hauptversammlung
Spanien darf Anteile an EADS abgeben

Am Mittwoch kommen die EADS-Aktionäre zur außerordentlichen Hauptversammlung zusammen. Die Neuordnung der Eigentümerstruktur geht voran: Spanien reduziert seine Anteile bis zum 9. April.
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Amsterdam/MünchenSpanien hat den Segen seiner Partner, seine EADS-Anteile zu reduzieren. Die Staatsholding Sepi darf bis 9. April 1,15 Prozent an dem Rüstungs- und Luftfahrtriesen verkaufen, um auf den angepeilten Anteil von vier Prozent zu kommen. Die Spanier planen die überzähligen Anteile an einen Spezialfonds abzugeben, um die Anforderungen des niederländischen Übernahmerechts, dem EADS unterliegt, zu erfüllen.

Spätestens kurz nach Ostern will EADS über den möglichen Rückkauf eigener Aktien entscheiden. Der neue Verwaltungsrat, der an diesem Mittwoch gewählt werden soll, werde bei Vollzug des neuen Aktionärspakts am 28. März oder 2. April voraussichtlich eine entsprechende Entscheidung fällen, teilte EADS kurz vor Beginn der außerordentlichen Hauptversammlung in Amsterdam mit. Dabei würden auch Umfang, Zeitplan und Form des Rückkaufs festgelegt.

Auf der Versammlung sortieren sich die Eigentümer des Konzerns nach langem Ringen neu, was auch eine Konsequenz aus dem Scheitern der Fusion mit dem britischen Rüstungsunternehmen BAE Systems ist. Die staatlichen Großaktionäre hatten sich Ende 2012 auf eine neue EADS-Aktionärsstruktur verständigt. Danach wird künftig Deutschland ebenso wie Frankreich einen Anteil von zwölf Prozent am stimmberechtigten Kapital halten.

EADS-Chef Tom Enders hat als Ziel ausgegeben, den Konzern zu einem Unternehmen umzubauen, das nicht mehr unter großem Einfluss der französischen und deutschen Politik steht. Dafür soll die Struktur geändert werden. Zudem sollen die Eigner den Weg zum Ausstieg von Lagardere und Daimler frei machen.

Der französische Lagardere-Konzern will sich einem Zeitungsbericht zufolge noch vor dem Sommer von seinen EADS-Anteilen trennen. Ziel sei, die gesamten 7,5 Prozent zu verkaufen, sagte Firmenchef Arnaud Lagardere in einem Interview der Zeitung „Les Echos“ (Mittwochsausgabe). Der Anteil sei etwa 2,5 Milliarden Euro wert. Lagardere bekräftigte, dass Aktionäre eine Sonderdividende erhalten sollen. Zudem sollen die Schulden verringert und kleinere Firmen gekauft werden. Lagardere hatte bereits kürzlich erklärt, einen Verkauf der EADS-Anteile bis zum 31. Juli zu erwarten. Arnaud Lagardere ist auch Verwaltungsratschef des Konzerns.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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