Außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrates
Politik schaltet sich in Opel-Krise ein

Berichte über die drohende Streichung von 10 000 Stellen bei den GM-Töchtern Opel und Saab haben bei der Bundesregierung und der hessischen Landesregierung die Alarmglocken schrillen lassen. Auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat sich in die Sanierungsbemühungen bei Opel eingeschaltet. „Es finden Gespräche statt“, bestätigte eine Sprecherin Clements dem Berliner „Tagesspiegel“ (Freitagausgabe). Der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) erklärte, er wolle für die Rettung des Opel-Werks in Rüsselsheim alle Hebel in Bewegung setzen.

HB FRANKFURT. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagsausgabe) hatte berichtet, bei den europäischen GM-Töchtern seien mehr als 10 000 Stellen in Gefahr. Nach dem Zeitungsbericht will GM bereits Ende Oktober - und damit etwas früher als ursprünglich vorgesehen - einen neuen Sanierungsplan für die europäischen Marken Opel, Saab und Vauxhall vorlegen. Geplant sei eine erhebliche Kürzung der Fertigungskapazitäten.

Der Opel-Aufsichtsrat berät bereits am 15. Oktober in einer außerordentlichen Sitzung die Zukunft des Stammwerkes Rüsselsheim. Turnusgemäß würde das Gremium erst im November zusammentreten. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat hatten nach Informationen der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires die Sondersitzung beantragt, um über die Pläne von General-Motors-Europe-Präsident Fritz Henderson informiert zu werden. Offiziellen Angaben zufolge will Henderson die Pläne erst im November vorlegen.

In dem Konflikt um die Sanierung des defizitären Europageschäftes des Opel-Mutterkonzerns General Motors will die Belegschaft die Geschäftsführung endlich an den Verhandlungstisch bringen.

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