Außerordentlichen Hauptversammlung am 17. November
Bayer schließt strategische Neusausrichtung ab

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat seine strategische Neuausrichtung nach den Worten seines Vorstandschefs Werner Wenning "weitgehend abgeschlossen".

HB LEVERKUSEN. Bayer hatte vor einigen Wochen zur Stärkung seiner Pharmasparte das Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten vom Schweizer Konkurrenten Roche übernommen und will seine traditionsreiche Chemiesparte Lanxess abspalten (spin-off) und an die Börse bringen. Dieser Schritt sei "für Anfang 2005" geplant, sagte Wenning dem Handelsblatt (Mittwochausgabe). Die Bayer-Aktionäre sollen darüber in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 17. November entscheiden.

Mit der über zwei Milliarden Euro teuren Roche-Akquisition ist Bayer weltweit zu einem der drei größten Anbieter im Markt für verschreibungsfreie Medikamente ("Over-the-counter"-Geschäft) aufgestiegen. Wenning bekräftigte sein Ziel, das konsumentennahe Pharmageschäft zu stärken. "Damit entsprechen wir dem veränderten Konsumentenverhalten und der demographischen Entwicklung."

Der Bayer-Konzernchef verteidigte seine Strategie, im Gegensatz zur Konkurrenz an den beiden Sparten Pharma und Pflanzenschutz unter einem Konzerndach festzuhalten, mit Synergieeffekten. Bayer sei in beiden Bereichen kompetent und erfolgreich, vor allem in der Forschung gebe es Überschneidungen. "Denken Sie nur an die Biotechnologie. Da sehen wir sogar als eine Zukunftsperspektive, eines Tages pharmazeutische Wirkstoffe durch gentechnisch veränderte Pflanzen herstellen zu können."

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